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Höhenflug des Detailhandels gebremst

Der Juni war trotz Euro 08 ein enttäuschender Monat für den Schweizer Detailhandel. Insgesamt liefen die Geschäfte im ersten Halbjahr sehr gut.

Die Geschäfte des Detailhandels sind im Juni schlechter gelaufen als erwartet. Trotz Euro 08 wuchsen die Umsätze nominal nur noch um 2 Prozent (real 0,7 Prozent) und damit deutlich schwächer als in den Vormonaten.

Im ersten Halbjahr erzielte der Detailhandel nominal 4,4 Prozent mehr Umsatz, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) heute mitteilte. Teuerungsbereinigt legten die Detailhandelsumsätze um 2,7 Prozent zu.

Konsumenten zurückhaltender

Die Abschwächung im Juni ist damit trotz dem Grossereignis Fussball-EM deutlich ausgefallen. Im Mai hatte der Detailhandel noch einen Rekordzuwachs von nominal 9,3 Prozent (real 7,4 Prozent) eingefahren. Die sinkende Konsumentenstimmung hat damit ihre ersten deutlichen Spuren hinterlassen.

Im Juni setzten die Händler von Nahrungsmitteln, Getränken, Tabak und Raucherwaren (+5,8 Prozent) zu sowie Bekleidung und Schuhe (+2,1 Prozent) mehr um. Die übrigen Gruppen müssen hingegen einen Umsatzverlust hinnehmen (-0,9 Prozent).

Starker Umsatzrückgang bei Kultur

Die stärkste Umsatzsteigerung gab es bei den Nahrungsmitteln (+6,6 Prozent), bei Getränken (+3,5 Prozent) und bei Gesundheit, Körperpflege und Schönheit (+3 Prozent). Die stärkste Umsatzeinbusse erlitt der Bereich Kultur mit 5,1 Prozent.

Nach Grösse der Betriebe aufgeschlüsselt, verbuchten die kleinen Unternehmen (weniger als 15 Vollzeitstellen) die beste Entwicklung. Hier stieg der Umsatz nominal um 3,6 Prozent. Die grossen Unternehmen (mehr als 45 Vollzeitstellen) erzielten eine Zunahme von 1,5 Prozent.

Die mitttleren Unternehmen (15 bis 45 Vollzeitstellen), die noch im Vormonat eine Umsatzsteigerung von 15 Prozent erzielten, mussten nun im Juni 2008 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang von 0,4 Prozent hinnehmen.

(SDA)

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