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Jeannine Pilloud bekommt einen goldenen Fallschirm

Ab dem ersten Januar wird Jeannine Pilloud ihre Stelle als Chefin SBB-Personenverkehr verlassen. Ihren hohen Lohn wird sie aber trotzdem weiter erhalten.

Behält ihren Lohn für ein Jahr: Jeannine Pilloud tritt als Chefin Personenverkehr ab.
Behält ihren Lohn für ein Jahr: Jeannine Pilloud tritt als Chefin Personenverkehr ab.
Walter Bieri, Keystone
Ab dem Januar wird Pilloud «Delegierte für die ÖV-Branchenentwicklung».
Ab dem Januar wird Pilloud «Delegierte für die ÖV-Branchenentwicklung».
Anthony Anex, Keystone
Sie hatte im Jahr 2011 die mit 14 000 Mitarbeitern grösste SBB-Division übernommen.
Sie hatte im Jahr 2011 die mit 14 000 Mitarbeitern grösste SBB-Division übernommen.
Cyril Zingaro, Keystone
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Seit dieser Woche ist klar: Jeannine Pilloud tritt per Ende Jahr von ihrem Posten als Chefin SBB-Personenverkehr zurück. Ihr Nachfolger wird Toni Häne, der seit 46 Jahren bei der SBB angestellt ist.

Obwohl Pilloud damit die SBB-Konzernleistung verlässt, wird sie weiter für das staatliche Unternehmen arbeiten. Ab Januar wird Pilloud «Delegierte für die ÖV-Branchenentwicklung» und soll in diesem Mandat die Ticket- und Tarifgestaltung vereinfachen. Zudem bleibt sie Präsidentin der nationalen Tarifgemeinschaft.

Was sich aber nicht verändert, ist ihr Lohn: Trotz viel weniger Verantwortung bezieht Pilloud auch in den nächsten zwölf Monaten denselben Lohn wie als Chefin des Personenverkehrs, wie die «Luzerner Zeitung» berichtete.

Lange Kündigungsfristen unter Druck

Gegenüber der Zeitung bestätigte Jürg Grob, Leiter der Medienstelle, die Lohnfortzahlung. Die Kündigungsfrist für Mitglieder der Konzernleitung betrage zwölf Monate, sagt Grob. Laut Quellen bezieht Pilloud einen Jahreslohn von 600'000 bis 700'000 Franken – abhängig von der Höhe des Bonus.

Die lange Kündigungsfrist der Führungskräfte ist seit der «Abzocker»-Debatte unter Druck geraten und gilt heute als eher unüblich. Laut Salärberater Urs Klingler zu Recht: Diese wirke wie eine garantierte Zahlung, wenn jemand entlassen werde. Als üblich gelte mittlerweile eine Kündigungsfrist von sechs Monaten, sagt Klingler gegenüber der Luzerner Zeitung.

Anscheinend will die SBB ab 2018 ihre Vergütungssteme grundsätzlich überprüfen.

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