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Jetzt muss Meyer Burger liefern

Der Kommentar von Quentin Schlapbach zur ausserordentlichen Generalversammlung des Thuner Solarzulieferers Meyer Burger.

MeinungQuentin Schlapbach

Die Schlammschlacht ist vorbei. Nach einem wochenlangen, öffentlich ausgetragenen Streit hat es die Führungsriege von Meyer Burger geschafft, die Wahl des unbequemen Aktionärsvertreters Kerekes in den Verwaltungsrat zu verhindern. Verwaltungsratspräsident Remo Lütolf und Geschäftsführer Hans Brändle gehen nach dem klaren Votum der Generalversammlung als Sieger vom Feld. Oder etwa doch nicht?

Zwar gewinnen Lütolf und Brändle dank dem Vertrauensbeweis der Aktionäre etwas Zeit. Der Druck auf die beiden wird deshalb aber nicht kleiner – im Gegenteil. Das Thuner Unternehmen bleibt es seinen Eigentümern weiterhin schuldig, die windigen Versprechen in ein funktionierendes Geschäftsmodell umzuwandeln. Lütolf und Brändle versicherten an der gestrigen Generalversammlung einmal mehr, dass sie die beiden Richtigen sind, um diesen Turnaround zu schaffen. Brändle stellte im Vorfeld der Versammlung gar seinen Job zur Disposition, sollten die Aktionäre dem Willen des Managements nicht folgen – was für seine Glaubwürdigkeit nicht gerade förderlich war.

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