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Konsumlaune trübt sich deutlich

Der von der UBS monatlich errechnete Konsumindikator ist im Oktober deutlich zurückgegangen und erstmals seit zweieinhalb Jahren unter den langjährigen Durchschnittswert gefallen.

Die Aussichten für den Privatkonsum in der Schweiz trüben sich damit zunehmend ein, wie die Grossbank am Dienstag mitteilte.

Der UBS-Konsumindikator ist im Oktober mit 1,32 erstmals seit April 2006 unter den langjährigen Durchschnitt von 1,50 gefallen. Nach dem leichten Anstieg im September auf 1,64 hat er damit den rückläufigen Wert der Vormonate wieder aufgenommen. Der deutliche Rückgang im Oktober wurde von der UBS insbesondere auf die sich weiter eintrübende Konsumentenstimmung und die rückläufigen Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz zurückgeführt. Praktisch unverändert blieben die Neuimmatrikulationen von Personenwagen sowie der Geschäftsgang im Detailhandel, der im langjährigen Vergleich nach wie vor als gut bezeichnet wurde.

Der UBS-Konsumindikator verzeichnet im Oktober zwar weiterhin ein Wachstum des Privatkonsums in der Schweiz, doch trüben sich die Aussichten zunehmend ein. Durch eine steigende Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten im Zuge des konjunkturellen Abschwungs wird die Konsumneigung leiden. Gestützt wird der Privatkonsum anderseits durch die nachlassende Inflation. Für 2008 rechnet die UBS nach wie vor mit einem realen Zuwachs des Privatkonsums in der Schweiz von 1,9 Prozent.

Der UBS-Konsumindikator wird aus den fünf Subindikatoren Verkäufe von Neuwagen, Geschäftsgang im Detailhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex sowie Kreditkartenumsätze der UBS an inländischen Verkaufspunkten berechnet. Er zeigt mit einem Vorlauf von etwa drei Monaten die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Gewicht von 58 Prozent die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts.

AP/sam

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