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Kurssprünge an der Schweizer Börse

Der Banken-Notplan zeigt Wirkung: Nach dem dramatischen Börsenverlauf der letzten Woche hat die Schweizer Börse am Montagmorgen einen Kurssprung von 6,4 Prozent gemacht.

Der Swiss Market Index (SMI) legte in den ersten Handelsminuten um 342,02 Punkte auf einen Stand von 5.689,24 Zählern zu. Die grössten Avancen machten die Finanzwerte mit Kursgewinnen von bis zu einem Fünftel. Credit Suisse schossen um 19,67 Prozent in die Höhe. Swiss Re verbesserten sich um 14,18 Prozent. Für Julius Bär wurden 11,62 Prozent mehr als am letzten Freitag notiert. UBS eröffneten mit einem Kursgewinn von 10,88 Prozent. Aber auch Industriewerte wie ABB waren stark gefragt und legten um 10,69 Prozent zu.

«Erholung nach dem Blutbad» titelt die Bank Vontobel über ihrem Marktkommentar, fügte aber hinzu, es bleibe abzuwarten, wie nachhaltig die beschlossenen Massnahmen der Regierungen der Eurozone seien.

Nur ein künstliches Koma?

Auch die anderen Börsen in Europa starteten nach dem rabenschwarzen Freitag kleine Kursfeuerwerke. Der Deutsche Aktienindex (DAX) lag um 09.35 Uhr ebenfalls 6,4 Prozent im Plus. Sogar um 6,9 Prozent legte der CAC 40 in Paris zu. Sechs Prozent höher als Ende letzter Woche stand auch der FTSE 100 in London.

Nach den Erfahrungen der letzten Wochen, wo sich Erholungen nach staatlichen Rettungsaktionen stets als Strohfeuer erwiesen hatten, hielten sich die Analysten mit euphorischen Kommentaren vorerst zurück. Es bleibe abzuwarten, wie nachhaltig die beschlossenen Massnahmen der Regierungen der Eurozone seien, schrieb die Bank Vontobel.

Für den Berichterstatter der St. Galler Privatbank Wegelin haben die Regierungen den Finanzmärkten ein künstliches Koma verordnet. Nun müsse abgewartet werden, ob das Erwachen aus dem künstlichen Koma erfolgreich verlaufe. Die Zürcher Kantonalbank rechnete vorerst mit einem Anhalten der nervösen Börsenstimmung. Nach der übertriebenen Abwärtsbewegung in der vergangenen Woche sei aber eine technische Gegenbewegung greifbar.

AP/mbr

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