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London sucht Eurostar-Käufer

40 Prozent hält Grossbritannien am Kanaltunnel-Zug Eurostar. Weil die Regierung Geld braucht, verkauft sie nun ihr Tafelsilber. Die Bahn ist nur ein Teil davon.

Rast bald ohne Beteiligung der britischen Regierung in die Zukunft: Eurostar beim Austritt aus dem Kanaltunnel.
Rast bald ohne Beteiligung der britischen Regierung in die Zukunft: Eurostar beim Austritt aus dem Kanaltunnel.
Reuters

Grossbritannien will seinen 40-Prozent-Anteil am Ärmelkanal-Zug Eurostar verkaufen. Das bestätigte Finanzminister George Osborne am Montag in London. Er hofft, 300 Millionen Pfund lösen zu können, wie der «Guardian» meldet. Der Schnellzug unter dem Ärmelkanal hindurch verbindet die britische Hauptstadt mit Paris und Brüssel.

Der Eurostar ist Teil eines 20 Milliarden Pfund (rund 31 Milliarden Fr.) umfassenden Pakets von Staatseigentum, das die Regierung von Premierminister David Cameron verkaufen möchte. Hintergrund ist die nach wie vor immense Schuldenlast, unter der Grossbritannien leidet.

75 Prozent des britischen Bahnverkehrs gehören Ausländern

Kritik an dem Vorhaben kam von den Gewerkschaften: Durch den Verkauf des Eurostars würde ein noch grösserer Teil des britischen Bahnnetzes in fremde Hände gegeben. Bereits jetzt gehören 75 Prozent des Bahnverkehrs in Grossbritanniens ausländischen Gesellschaften.

Der Eurostar ist derzeit noch zu 40 Prozent in britischem Besitz. Die restlichen Anteile gehören der französichen Bahngesellschaft SNCF (55 Prozent) und der belgischen SNCB (5 Prozent).

In der ersten Jahreshälfte hatten rund fünf Millionen Passagiere die Zugverbindung zwischen der britischen Insel und dem europäischen Festland genutzt.

SDA/cpm

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