Zum Hauptinhalt springen

Luftverkehr verleiht Lantal Schub

Der Langenthaler Textilhersteller Lantal hat den Umsatz 2014 noch einmal um 2,1 Prozent auf 101,8 Millionen Franken gesteigert. Für Schub sorgte einmal mehr die Sparte Luftverkehr.

mib
Lantal stellt Sitzbezüge für Bahnen und Busse sowie Teppiche für Flugzeuge und Yachten her.
Lantal stellt Sitzbezüge für Bahnen und Busse sowie Teppiche für Flugzeuge und Yachten her.
Keystone

Sitzbezüge für Bahnen und Busse, Teppiche für Flugzeuge und Yachten: der Langenthaler Textilhersteller Lantal hat nach einem guten Vorjahr seinen Umsatz im 2014 noch einmal um 2,1 Prozent auf 101,8 Millionen Franken gesteigert.

Insgesamt bezeichneten die Lantal-Verantwortlichen das Marktumfeld noch immer als fordernd, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens vom Dienstag hervor geht. Seit der Finanzkrise habe sich das Kundenverhalten nachhaltig verändert.

Wichtiges Standbein des sehr international ausgerichteten Oberaargauer Unternehmens ist die Sparte Luftverkehr mit der Ausstattung von Kabinen-Interieurs. Vor allem mit Teppichen konnte Lantal im vergangenen Jahr im Luftverkehr punkten.

Insgesamt erwirtschaftete Lantal im Geschäftsfeld Luftverkehr einen Umsatz von 76,43 Millionen Franken. Das entspricht einem Plus von 5,3 Prozent.

Hart umkämpfter Markt

Die Sparte Bodenverkehr, also Ausstattungen für Züge, Busse und Trams, steuerte rund 14,28 Millionen Franken Umsatz bei, etwas weniger als im Vorjahr. Die ausgeschriebenen Projekte im öffentlichen Verkehr und die Reisebusausstattungen seien weiterhin hart umkämpft und sehr preissensitiv, schreibt das Unternehmen.

Lantal will diesem Umstand entgegentreten mit laufenden Investitionen in die Entwicklung neuer Plüsch- und Flachgewebequalitäten.

Kleine Nischen

Auch kleine Nischen haben die Langenthaler für sich erobert. Etwa mit handgetufteten Teppichen für Luxusyachten. Bereits in der Vergangenheit konnte Lantal in diesem Bereich interessante Projekte umsetzen wie etwa die Ausrüstung der beiden Air Force One-Maschinen der US-amerikanischen Regierung.

Stark exportorientiert

Gewinnzahlen gibt das privat geführte Unternehmen nicht bekannt. Lantal erwirtschaftet 96 Prozent seines Umsatzes im Export. Ende 2014 beschäftigte das Unternehmen in der Schweiz, in Frankreich, den USA und Singapur 377 Vollzeitmitarbeitende und 14 Lernende.

Für das laufende Jahr zeigt sich die Unternehmensführung trotz grosser Herausforderungen wie der Aufhebung des Euro-Mindestkurses optimistisch. Mit Sicherheit werde 2015 ein anspruchsvolles und nicht in allen Teilen einschätzbares Jahr.

Lantal will nach eigenen Angaben noch gezielter und proaktiver in strategisch wichtige Wachstumsmärkte investieren. Verstärkt im Fokus stehen dabei die Regionen Europa, Amerika und Asien-Pazifik. In den USA und in Singapur wurden Verkaufsstellen für den amerikanischen respektive den asiatischen Markt gegründet.

Der Dreh- und Angelpunkt für die strategische Führung des weltweiten Geschäfts bleibt aber der Hauptsitz in der Schweiz. Die Langenthaler Firma wurde 1886 von Friedrich Braun und Albert Brand gegründet. Sie war in der Herstellung und im Handel von Leinen und Halbleinen tätig. 1954 gewann das Unternehmen seinen ersten Kunden aus der Luftfahrtbranche.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch