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Martin Gafner ist der Favorit als Valiant-Chef

Am Mittwoch wird wohl bekannt, wer neuer Valiant-Chef wird. Als Favorit gilt Martin Gafner, der Chef der Valiant Privatbank.

Die morgige Bilanzmedienkonferenz der Berner Bankengruppe Valiant wird in Bankerkreisen in der Region mit Spannung erwartet. Im November hatte Valiant-Präsident Kurt Streit in einem Zeitungsinterview gesagt, er gehe davon aus, dass er an der Bilanzmedienkonferenz bekannt geben könne, wer neuer Valiant-Chef wird. Ob dies so sein wird, wollte die Medienstelle gestern nicht kommentieren.

Streit wechselte im Mai an der Generalversammlung vom Amt des Konzernchefs auf den Präsidentensessel. Der Verwaltungsrat verzichtete im vergangenen Frühling darauf, einen neuen Konzernchef zu ernennen. Die operative Führung wurde der vierköpfigen Geschäftsleitung übertragen. Diese besteht aus Finanzchef Rolf Beyeler, Michael Hobmeier, dem Chef der Valiant Bank, Martin Gafner, dem Chef der Valiant Privatbank, und Logistikchef Eduard Zgraggen. Rolf Beyeler erhielt die Aufgabe, die Sitzungen zu «koordinieren».

Nur interne Kandidaten

Valiant-Präsident Kurt Streit liess bereits im vergangenen Frühling durchblicken, dass ein interner Anwärter neuer Valiant-Chef wird. Generell wird Martin Gafner, der Chef der Valiant Privatbank, als Favorit gehandelt.

Der 48-jährige Gafner sitzt erst seit dem 15.März 2009 in der Geschäftsleitung. Die Valiant-Gruppe hatte im Januar 2009 das von Gafner gegründete Vermögensverwaltungsunternehmen Investas übernommen. Im Gegenzug hielt Gafner Einzug in die Geschäftsleitung der Gruppe und übernahm die Leitung der Valiant Privatbank. Gafner gilt als enger Vertrauter von Kurt Streit. Die beiden waren bis 1997 gleichzeitig für die Gewerbekasse in Bern tätig, eine der drei Banken, aus denen Valiant entstanden ist. Gafner gründete dann die Investas AG, Streit wurde Chef der neuen Bankengruppe. Gafner ist ein ehrgeiziger Banker, der seine Ziel konsequent verfolgt.

Die Wahl Gafners würde auch erklären, warum man sich mit der Regelung der Nachfolge Zeit liess. Mit der verzögerten Wahl zum Konzernchef wollte der Verwaltungsrat Gafner die Gelegenheit geben, sich innerhalb der Valiant-Gruppe zu etablieren.

Die Aussenseiter

Geringere Chancen werden Michael Hobmeier eingeräumt. Zwar leitet der 44-Jährige mit der Valiant Bank das volumenmässig viel grössere Geschäft als Gafner. Doch allgemein geht man davon aus, dass der Verwaltungsrat den Leistungsausweis von Gafner höher einstuft als denjenigen von Hobmeier. Hobmeier gilt als guter Organisator, der die strategischen Ideen von Kurt Streit mit viel Elan umsetzt.

Aussenseiterchancen werden dem 51-jährigen Finanzchef Rolf Beyeler eingeräumt. Er ist ein Finanzfachmann, aber kein typischer Banker. Dies spricht eher gegen ihn. Logistikchef Eduard Zgraggen kommt dagegen schon wegen seines Alters nicht in Frage. Er hat Jahrgang 1951.

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