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Muss die UBS Kundendaten in die Niederlande liefern?

Erstmals seit der Lieferung von Bankkundendaten in die USA könnten wieder Kundendaten ins Ausland geliefert werden.

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Welchen Weg werden die Kundendaten nehmen? Ein Verkehrsschild vor der UBS am Paradeplatz in Zürich.
Welchen Weg werden die Kundendaten nehmen? Ein Verkehrsschild vor der UBS am Paradeplatz in Zürich.
Keystone

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat eine Gruppenanfrage nach Bankkundendaten aus den Niederlanden für zulässig erklärt. «Nach den USA ist dies das erste Gruppenersuchen, auf das die Schweiz eintritt», sagte Patrick Teuscher, Leiter Kommunikation bei der ESTV, der Nachrichtenagentur SDA. Zuvor hatten bereits die Zeitungen «Le Temps» und «NZZ» über die Sache berichtet. Die «Handelszeitung» schreibt über den Fall in ihrer Ausgabe vom Donnerstag.

Aus dem Bundesblatt vom 27. Oktober geht hervor, dass die Niederlande um Daten von Personen ersucht haben, die folgende Kriterien erfüllen: Sie hatten zwischen Februar 2013 und Dezember 2014 ein Konto bei der UBS und eine Wohnadresse in den Niederlanden. Zudem haben sie ein Schreiben von der Bank erhalten hat und trotz diesem «keinen genügenden Nachweis über die Steuerkonformität erbracht».

Ausgenommen sind Konten, auf denen während des gesamten Zeitraums nie mehr als 1500 Euro deponiert waren oder solche, für die gewisse Nachweise erbracht wurden. Dass die Daten tatsächlich geliefert werden, ist noch nicht sicher. Als nächster Schritt wird die Steuerverwaltung die Informationen prüfen und entscheiden, ob tatsächlich Amtshilfe geleistet werden kann. Wie lange diese Prüfung dauern wird, ist gemäss Teuscher unklar.

(SDA)

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