Nestlé baut in der Schweiz bis zu 100 Stellen ab

Der Nahrungsmittel-Konzern verlagert die Produktion teilweise ins Ausland.

Betreibt in der Schweiz elf Produktionsfabriken: Der Nahrungsmittel-Konzern Nestlé.

Betreibt in der Schweiz elf Produktionsfabriken: Der Nahrungsmittel-Konzern Nestlé.

(Bild: Keystone Jean-Christophe Bott)

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé stellt seine Fabrik in Basel künftig als «Kompetenzzentrum für Senf und Mayonnaise» auf. Andere Produkte, die heute dort hergestellt werden, sollen ausgelagert oder verkauft werden. Dabei fallen in Basel bis zu 100 der heute 177 Arbeitsplätze weg.

Die Fabrik Basel werde sich in Zukunft ganz auf die Innovation und Produktion von Senf und Mayonnaise konzentrieren, teilte Nestlé Schweiz am Donnerstag mit. Damit unterstreiche Nestlé Schweiz auch das Bekenntnis zur Marke «Thomy». Das Unternehmen plane, insgesamt 15 Millionen Franken in den Standort zu investieren.

Die Produktion von Salatsaucen und Dips soll dagegen künftig an spezialisierten Nestlé-Standorten in Europa erfolgen, die Produktion von Chicoréekaffee unter der Marke «Incarom» wird an das Kompetenzzentrum für getreidehaltige Getränke in Portugal ausgelagert. Des weiteren erwägt Nestlé Schweiz einen Verkauf der beiden Marken «Le Parfait» und «Franck Aroma».

Am Standort Basel sind derzeit 177 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Über die nächsten 18 Monate könnten durch die geplante Neuausrichtung bis zu 100 Stellen wegfallen. Die Belegschaft inklusive der Personalkommission in Basel sei am Donnerstag über die Pläne informiert worden.

Die Gründe für die geplanten Massnahmen seien vielfältig. Die Fabrik in Basel entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen an moderne Produktionsstätten. «Damit wollen wir dem Standort einen neuen Fokus geben und ihn sicher in die Zukunft führen. Wir bewegen uns heute in einem Marktumfeld, das in den letzten Jahren herausfordernder geworden ist. Um in diesem vom Wandel geprägten Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir unsere Organisation und unser Portfolio anpassen», schreibt Nestlé Schweiz in einer Mitteilung. «Wir sind uns bewusst, dass unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Basel keine leichte Zeit bevorsteht. Wir werden unserer Verantwortung ihnen gegenüber mit Sorgfalt und Respekt nachkommen und sie bestmöglich unterstützen.»

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé beschäftigt in der Schweiz rund 9'700 Mitarbeitende. Er betreibt hierzulande elf Fabriken, an vier Standorten wird Forschungsarbeit betrieben.

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