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Novartis investiert kräftig in Singapur

Singapur soll zu einem technologischen Zentrum für den Pharmakonzern werden. Zunächst baut Novartis für über 500 Millionen Dollar eine neue Produktionsanlage für biotechnologische Medikamente.

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Im Stadtstaat war Novartis bisher unter anderem mit einem Institut für tropische Krankheiten präsent: Ein Angestellter bei der Arbeit in Singapur. (Archivbild von 2004)
Im Stadtstaat war Novartis bisher unter anderem mit einem Institut für tropische Krankheiten präsent: Ein Angestellter bei der Arbeit in Singapur. (Archivbild von 2004)
Keystone

Novartis baut seine Aktivitäten in Singapur aus. Das Basler Pharmaunternehmen investiert 500 Millionen Dollar in eine Produktionsstätte für biotechnologische Medikamente im südostasiatischen Kleinstaat. Das neue Werk wird sich neben einer bereits bestehenden Anlage in Tuas befinden und soll vor allem mittels Zellkulturtechnologien Inhaltsstoffe für Medikamente herstellen. Der Spatenstich ist im kommenden Jahr, bis 2016 soll die Fabrik vollständig betriebsbereit sein.

Die Stätte soll die Herstellung kleiner und grosser Mengen ermöglichen, wie Novartis mitteilt. Sie erlaubt die klinische und kommerzielle Produktion neuer Medikamente, darunter von Antikörpern, die bei Autoimmun-, bei Atmungs- sowie Krebserkrankungen eingesetzt werden.

Derzeit habe die Biotech-Produktepipeline einen Anteil von 25 Prozent an der gesamten Forschungs- und Entwicklungspalette, schreibt Novartis. Die Bedeutung solcher Produkte werde in Zukunft noch zunehmen.

Weltweites Netzwerk

Die Investition sei Bestandteil der langfristigen Strategie des Unternehmens, ein weltweites Netzwerk von Herstellungszentren für hochqualitative Produkte zu knüpfen. Singapur soll künftig als Mittelpunkt der Produktion von biotechnologischen und pharmazeutischen Erzeugnissen etabliert werden.

Konzernchef Joseph Jimenez begründet die Wahl des Landes als strategischer Stützpunkt damit, dass der Standort eine grosse Palette von Vorteilen biete. In der Region würden sich ein grosses biomedizinisches Wissen und gut ausgebildete Arbeitnehmer konzentrieren. Auch spiele die Nähe zu den wachsenden Märkten Asiens eine Rolle.

Novartis ist bereits mit mehreren Geschäftsbereichen in Singapur vertreten, darunter mit einem Institut für Tropenkrankheiten. Der Konzern betreibt zwei Produktionsstätten für Alcon – Novartis hält 25 Prozent am Augenmedizinspezialisten – sowie das Pharmawerk in Tuas.

(SDA)

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