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Novartis lanciert potenziellen Topseller

Novartis darf ein Medikament zur Behandlung von Multipler Sklerose auf den US-Markt bringen. Der Basler Konzern macht somit auf dem wichtigsten Pharmamarkt der Welt mächtig Boden gut.

Ein wichtiger Schritt zur Führung auf dem US-Markt: Novartis Hauptsitz in Basel.
Ein wichtiger Schritt zur Führung auf dem US-Markt: Novartis Hauptsitz in Basel.
Keystone

Der Basler Pharmakonzern Novartis darf sein Medikament Gilenia zur Behandlung von Multipler Sklerose in den USA auf den Markt bringen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte die Freigabe zur Ersttherapie für die Erkrankung des zentralen Nervensystems, wie Novartis am Mittwoch bekannt gab.

Der Medikamentenhersteller kann damit erstmals eine MS-Behandlung in Tablettenform im wichtigsten Pharmamarkt der Welt anbieten. Die US-Zulassung des potenziellen Milliarden-Medikaments war erwartet worden, nachdem sich im Juni ein FDA-Beraterausschuss einstimmig für die Marktfreigabe von Gilenia ausgesprochen hatte.

Mercks auch in Australien vertreten

Der deutsche Konkurrent Merck hatte im Juli in Russland die erste Zulassung überhaupt für ein nicht mittels Spritze zu verabreichendes MS-Medikament erhalten. Inzwischen ist Mercks Tablette Cladribin auch in Australien zugelassen.

Im ungleich wichtigeren US-Markt haben aber die Basler nun die Nase vorne. Merck hatte dort im Juni einen zweiten Anlauf gestartet, nachdem ein erster Zulassungsantrag für Cladribin von der FDA im vergangenen Jahr nicht angenommen worden war.

Wichtige Neuentwicklung

Gilenia, auch FTY720 genannt, ist eine der wichtigsten Neuentwicklungen von Novartis. Die Anleger zeigten sich am Mittwoch wenig beeindruckt von der Marktzulassung: Der Kurs der Aktie notierte kurz nach Börsenbeginn 0,4 Prozent im Minus. «Das kam nicht ganz unerwartet und dürfte zum Teil bereits im Kurs enthalten sein», sagte ein Händler.

SDA/mrs

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