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Novartis leidet unter verlorenem Glivec-Patentschutz

Der Pharmakonzern Novartis hat im zweiten Quartal etwas weniger Gewinn erzielt. Ausschlaggebend dafür ist unter anderem der verlorene Patentschutz eines Bestsellers.

Der Reingewinn sank von 1,86 Milliarden Dollar auf 1,81 Milliarden Dollar: Hauptsitz der Novartis in Basel. (Archivbild)
Der Reingewinn sank von 1,86 Milliarden Dollar auf 1,81 Milliarden Dollar: Hauptsitz der Novartis in Basel. (Archivbild)

Dem Pharmakonzern Novartis macht die Konkurrenz durch Generika bei einem seiner Blockbuster, dem Leukämiemedikament Glivec, zu schaffen. Das Medikament hat in den USA den Patentschutz verloren, weshalb die Einnahmen damit zurückgehen.

Zwar hätten die Wachstumsprodukte die Einbussen kompensieren können, schreibt Novartis in einer Mitteilung. Wachsende Einnahmen erzielte Novartis unter anderem mit dem Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya und mit Cosentyx gegen Schuppenflechte. Der Umsatz sank dadurch im zweiten Quartal nur leicht, von 12,69 Milliarden Dollar in der Vorjahresperiode auf 12,47 Milliarden Dollar.

Auch das Betriebsergebnis ging leicht zurück, von 2,28 Milliarden Dollar auf 2,09 Milliarden Dollar. Der Reingewinn sank von 1,86 Milliarden Dollar auf 1,81 Milliarden Dollar. Novartis-Chef Joseph Jimenez spricht in der Mitteilung von einer «soliden Performance», obwohl sich die verlorene Marktexlusivität für Glivec in den USA während eines ganzen Quartals ausgewirkt habe.

Novartis hat wegen der Kosten für die Markteinführung seines Herzmedikaments Entresto und der Umsatzeinbussen bei Glivec seine Gewinnprognose gesenkt.

Der Arzneimittelhersteller schliesst nicht mehr aus, dass der um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsgewinn dieses Jahr unter Ausschluss von Wechselkursschwankungen um einen niedrigen einstelligen Prozentbetrag sinkt.

Bislang wurde ein in etwa stabiler Gewinn in Aussicht gestellt. Der Umsatz soll wie bis bisher prognostiziert weitgehend auf dem Niveau von 2015 liegen, wie Novartis am Dienstag mitteilte.

SDA/kat

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