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Nun redet der Chef von Coop doch noch

Coop werde externe Kontrollen schaffen, erklärt Coop-Chef Joos Suter in einem Interview, nachdem er bisher zum Fleischskandal geschwiegen hatte.

Bundes- und Regierungsräte lässt man traditionellerweise 100 Tage in Ruhe, damit sie sich einarbeiten können. Auch der neue Coop-Chef Joos Suter wähnte sich als Magistrat, als er sich zum Fleischskandal nicht äussern wollte und darauf verwies, er sei noch keine 100 Tage im Amt.

Stattdessen schob er seinen Vize Philipp Wyss vor, der dieser Zeitung erklärte: «Es geht nicht, dass sich einige Angestellte nicht an Vorgaben halten und unsere Kunden betrügen. Das akzeptieren wir nicht, und da greifen wir auch konsequent durch.» Nun ist der Druck offenbar zu gross geworden. Entgegen seiner früheren Absicht meldete sich Joos Suter doch noch. Lieber spät als nie, mochte er sich gesagt haben, etwa so, wie Coop mit dem Fleisch verfährt: Lieber spät als nie soll es verkauft werden. Also wird das abgepackte Fleisch mit abgelaufenem Datum ausgepackt und im Offenverkauf vertrieben.

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