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Oswald Grübel: Die UBS will wieder mehr Risiken eingehen

Die UBS geht in die Offensive: In einem Interview verrät Konzernchef Oswald Grübel, wieso die Grossbank wieder mehr Risiken eingehen sollte.

Fürchtet die Konkurrenz aus Deutschland: UBS-Chef Oswald Grübel.
Fürchtet die Konkurrenz aus Deutschland: UBS-Chef Oswald Grübel.
Keystone

Die Grossbank UBS will wieder grössere Risiken eingehen. Nur so könne die Bank im Investmentbanking in die hohen Gewinnsphären zurückkehren und mit den Konkurrenten mithalten, sagte UBS-Chef Oswald Grübel der deutschen Zeitung «Welt am Sonntag» laut Vorabbericht vom Samstag.

Im Vergleich etwa zur Deutschen Bank seien die eingegangenen Risiken viel zu niedrig, wurden Grübels Aussagen von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Die UBS hatte im dritten Quartal im Investmentbanking einen Verlust von 406 Millionen Franken verbucht.

Risikoinvestment brachte die UBS in Schwierigkeiten

Wegen hoher Risiken im Investmentbanking war die UBS jedoch im Zuge des Platzens der Immobilienblase in den USA und der Finanzkrise in existenzbedrohende Schwierigkeiten geraten, worauf der Staat ihr im Oktober 2008 mit über 60 Milliarden Franken unter die Arme greifen musste.

Die UBS hatte am Dienstag ihre Zahlen für das dritte Quartal 2010 vorgelegt und bekannt gegeben, dass sie erstmals seit 2007 keine Kundengelder mehr verloren habe. Unter dem Strich konnte die Bank einen Neugeldzufluss in Höhe von 1,2 Milliarden Franken verbuchen.

UBS verliert deutsche Kunden

Wie Grübel der «Welt am Sonntag» sagte, stammte das neue Geld vor allem von Superreichen und aus Asien. Deutsche Kunden kehrten der UBS dagegen zunehmend den Rücken. Mit deutschen Klienten verzeichne sein Haus im grenzüberschreitenden Geschäft Abflüsse, wurde Grübel zitiert.

Dies habe teilweise mit dem Druck des Auslands auf die Schweiz zu tun. Es sei aber auch Folge von Umschichtungen, die Kunden setzten ihr Geld auf Grundstücke.

Erst am Mittwoch hatten die Schweiz und Deutschland ein revidiertes Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet und sich im jahrzehntelangen Streit über deutsches Schwarzgeld auf Schweizer Konten auf eine Abgeltungssteuer geeinigt. Die Höhe der Steuer muss noch verhandelt werden.

SDA/mrs

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