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Postchef Gygi will eine Bank

Obwohl die deutsche Post gerade einen Drittel ihrer Bank an Ackermanns Deutsche Bank verkauft hat, hält Gygi an seiner Forderung fest.

Die Politik solle der Post bei der Wahl ihrer Geschäftsfelder freie Hand lassen, sagte Postchef Ulrich Gygi in einem Interview mit dem «Sonntagsblick». Mit einer eigenen Bank würde die Post genug Geld verdienen, um die Grundversorgung ohne Staatshilfe sicherzustellen.

Mit Postfinance verfügt die Post bereits heute über einen Finanzdienstleister. Postfinance darf allerdings nicht die gleichen Leistungen anbieten wie eine kommissionierte Bank. Sie muss auf den Handel an der Börse verzichten und kann auch Vorsorge teilweise nur gemeinsam mit Bank-Partnern anbieten.

In Deutschland verteidigt die Post derweil den Verkauf ihrer Anteile an die Deutsche Bank. Vorstandschef Frank Appel verteidigte in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» die Trennung von der Postbank. «Wir sind ein Brief- und Logistikunternehmen und keine Bank», sagte der Post-Chef.

Konkurrenz umwirbt Geschäfte

Gygi erklärte in dem Interview weiter, wieso die Post die Privaten in Zukunft nur noch am Nachmittag beliefern möchte. Zur Zeit läuft im Kanton Waadt ein Experiment: 17'600 Haushalte in Epalinges, Montreux und am Stadtrand von Lausanne erhalten die Post erst nach dem Mittag. Ist der Versuch erfolgreich, soll es in der ganzen Schweiz gleich laufen.

«Wir bereiten uns auf den Wettbewerb vor», sagte Gygi dem «Sonntagsblick». Wenn der Postmarkt sich weiter öffne, werde die Konkurrenz vor allem die Geschäftskunden umwerben, weniger die Privatkunden. Darum bemühe sich die Post sehr um diese Kunden.

Mit der neuen Zustellung erhielten Geschäftszonen den Vorrang gegenüber Wohnzonen. Sie würden weiterhin bereits am Morgen beliefert.

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