Quickline verdoppelt Surftempo

Nidau

Im Wettrennen um das schnellste Festnetz rüstet auch der Nidauer Kabelnetzverbund Quickline auf.

Mit 1 Gigabit pro Sekunde kann man in 15 Prozent des Quickline Netzes maximal surfen.

Mit 1 Gigabit pro Sekunde kann man in 15 Prozent des Quickline Netzes maximal surfen.

(Bild: zvg/Quickline)

Quickline hat im ersten Halbjahr 2019 bei den Internet- und TV-Anschlüssen 1 respektive 2 Prozent der Kundinnen und Kunden verloren. Der Kabelnetzverbund mit Sitz in Nidau zählt so noch 348'600 TV-Kunden und 180'000 Internetkunden. Quickline reagiert und verdoppelt nun die Maximalgeschwindigkeit auf seinem Festnetz sukzessive auf 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s). Derzeit sei das neue Spitzentempo auf 15 Prozent des Quickline-Gebiets verfügbar, sagt Firmenchef Frédéric Goetschmann. Spätestens bis Ende Oktober würden 20 Prozent der Haushalte mit1 Gbit/s abgedeckt.

Damit liegt Quickline im Trend: UPC hat eine Erhöhung des Surftempos ebenfalls auf1 Gbit/s noch in diesem Jahr angekündigt. Salt wirbt mit bis zu 10 Gbit/s. Das Angebot ist aber nur auf dem Glasfasernetz verfügbar. Swisscom und Sunrise bieten ebenfalls auf Glasfasern eine Höchstgeschwindigkeit von 1 Gbit/s an. Das Glasfasernetz deckt etwa ein Drittel der Haushalte in der Schweiz ab. Auf dem Kupfernetz geht es mit bis zu 200 Mbit/s deutlich langsamer zu.

Erosion stoppen

Auch Quickline werde dieGigabit-Angebote nicht flächendeckend einführen: Es ergebe keinen Sinn, jedes Dorf aufzurüsten, sagte Goetschmann. Der konkrete Ausbau sei Sache der 23 Netzbetreiber, die im Quick­line-Verbund zusammengeschlossen seien.

Mit neuen Produktangeboten im Oktober und der neuen TV-Plattform will Goetschmann die Erosion stoppen und wieder «stark wachsen». Im ersten Halbjahr sank der Umsatz im Quickline-Verbund um 1 Prozent auf 135 Millionen Franken.

Für die im letzten Dezember gestartete neue TV-Plattform rühre man erst seit Mitte August die Werbetrommel. Der Quick­line-Chef erhofft sich davon Wachstum. Im nächsten Jahr werde man die TV-Box ausserhalb des eigenen Kabelnetzgebiets anbieten. Das Ziel sei es, schweizweit verfügbar zu sein.

Stark zulegen konnte Quick­line im Mobilfunk, wo die Kundenzahl gegenüber dem Vorjahressemester um 38 Prozent auf 48700 kletterte. Hier zahlte sich die Einführung neuer Abos kurz vor den Sommerferien aus, die höhere Datenvolumen auch bei Auslandreisen bieten.

awp/jw

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