Quickline wächst dank Mobile-Geschäft

Nidau

Das Telecomunternehmen Quickline schrieb im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 266 Millionen Franken.

Der Kabelnetzverbund Quickline ist im ersten Halbjahr weiter gewachsen: Der Umsatz stieg um 4,7 Prozent auf 254 Millionen Franken.

Der Kabelnetzverbund Quickline ist im ersten Halbjahr weiter gewachsen: Der Umsatz stieg um 4,7 Prozent auf 254 Millionen Franken.

(Bild: pd)

Quentin Schlapbach@qscBZ

Die Welt der Unterhaltung und Kommunikation befindet sich in einem rasanten Wandel. Immer weniger Leute schauen analoges Fernsehen, neugegründete Haushalte lassen sich nur noch selten einen Festnetz-Anschluss installieren. Heute muss alles mobil und auf Abruf funktionieren. Das spürt auch der Kabelnetzverbund Quickline mit Hauptsitz in Nidau.

Während das TV- und Festnetztelefonie-Geschäft 2018 stagnierte oder gar leicht verlor, legte der Bereich der Mobile-Telefonie zu. Ende Jahr resultierte für das Unternehmen ein Umsatz von 266 Millionen Franken, 10 Millionen weniger als noch im Vorjahr. Allerdings verkaufte der Quickline-Verbund Ende 2017 zwei Unternehmensteile, die damals noch 22 Millionen Franken zum Umsatz beitrugen. Wird dieser Sondereffekt ausgeklammert, dann ist das Unternehmen leicht gewachsen. Angaben zum Gewinn macht die nicht börsenkotierte Firma keine.

Quickline-Chef Frédéric Goetschmann zeigt sich besonders erfreut über den wachsenden Mobile-Bereich. Über die zwölf Monate stieg die Anzahl der Kunden hier von 30400 auf 42150. «Es ist uns gelungen, bestehende Kunden zusätzlich für eines unserer Mobile-Abos zu gewinnen», erklärt Goetschmann das Wachstum. Quickline hat kein eigenes Mobilfunknetz, sondern nutzt das Netz der Sunrise. Im nächsten Monat will das Nidauer Unternehmen neue Abo-Modelle präsentieren, die das Wachstum nochmals beschleunigen sollen.

Im Ranking aufgestiegen

Auch im TV-Bereich lancierte Quickline im Dezember 2018 ein neues Angebot. Mit der überarbeiteten TV-Box haben Kunden neben dem normalen Angebot auf Zugriff auf Netflix, Youtube und die ganze Google-Welt. Obwohl man das neue Produkt noch nicht stark vermarktet habe, sei man mit dem Start zufrieden, sagt Goetschmann. «Wir gehen davon aus, damit auch im TV-Bereich wieder zu wachsen.»

Im nationalen Ranking der grössten TV-, Internet- und Telefon-Anbieter hat Quickline in diesem Jahr bereits einen Sprung nach vorne gemacht. Allerdings wegen einem Zusammenschluss: Ende Februar kündigte Sunrise an, mit UPC den grössten Kabelnetzbetreiber des Landes zu übernehmen. Goetschmann glaubt, dass das für sein Unternehmen eine Chance sein könnte. Bereits heute ist Quickline der drittgrösste TV-Anbieter sowie der viergrösste Internet- und Telefon-Anbieter der Schweiz.

Berner Zeitung

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