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Raab züchtet wieder Melander

Im Februar hatte der deutsche Unternehmer seine Fischfarm im Kanton St. Gallen geschlossen, nachdem der Kanton ihm seine Schlachtmethode untersagte. Jetzt hat Raab seine Farm wieder belebt.

«Mein Lebenswerk»: Hans Raab, hier im April 2009 auf seiner Fischfarm.
«Mein Lebenswerk»: Hans Raab, hier im April 2009 auf seiner Fischfarm.
Keystone
Hans Raab 2009 vor den Medien. Er hatte genug und kündigte an, die Fische notzuschlachten.
Hans Raab 2009 vor den Medien. Er hatte genug und kündigte an, die Fische notzuschlachten.
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Die Warmwasserfische werden in kaltem Wasser heruntergekühlt und anschliessend in einer Trommel mit Eis zu Tode geschleudert.
Die Warmwasserfische werden in kaltem Wasser heruntergekühlt und anschliessend in einer Trommel mit Eis zu Tode geschleudert.
Keystone
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Der Unternehmer Hans Raab hat die Melander-Zucht in seiner Fischfarm im Kanton St. Gallen wieder aufgenommen, wie die Sendung «Schweiz Aktuell» des Schweizer Fernsehens am Mittwoch berichtete. «Ich habe es einfach nicht übers Herz gebracht, mein Lebenswerk aufzugeben», begründete Raab seinen Entscheid gegenüber der Sendung.

Im Februar hatte der 70-jährige Raab seine Zucht geschlossen, nachdem der Kanton seine Schlachtmethode kritisiert hatte. Raab hatte daraufhin eine Schadenersatzklage gegen die Behörden angestrengt; laut «Schweiz Aktuell» hat er diese nun zurückgezogen.

Gleiche Schlachtmethode

Seit sechs Wochen betreut ein Angestellter in denselben Gebäuden in Oberriet SG Jungfische. Die ersten von ihnen sollen in acht Monaten schlachtreif sein. Dabei wolle Raab die Melander wieder so schlachten, wie er es bereits vorher getan hatte: Die Fische werden mit Eis betäubt und anschliessend enthauptet. «Wenn wir schlachten, dann so, dass das Tier keinen Stress hat», sagte er gegenüber der Sendung. Das Tierschutzgesetz sieht vor, dass Fische mit Elektroschock betäubt werden, bevor sie getötet werden.

Die Journalisten konfrontierten den St. Galler Kantonstierarzt Thomas Giger mit Raabs Entscheid zur Rückkehr. «Er ist immer für eine Überraschung gut», lautete der Kommentar des Tierarztes, der einst Raabs Schlachtmethode offiziell beanstandet hatte. Der Unternehmer habe die Möglichkeit, für seine Methode ein Gesuch beim Bund einzureichen, so Giger. Die Chancen, dass es gutgeheissen werde, seien seiner Meinung nach jedoch «gleich null».

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