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Ryanair will Co-Piloten abschaffen

Konzernchef Michael O'Leary bezeichnet die Aufgabe des Co-Piloten als überflüssig. Und begründet dies mit einem Vergleich mit einer anderen Verkehrsbranche.

Ein Querdenker: Michael O'Leary während einer Pressekonferenz in Barcelona.
Ein Querdenker: Michael O'Leary während einer Pressekonferenz in Barcelona.
Keystone

Ryanair-Chef Michael O'Leary will die Aufsichtsbehörden davon überzeugen, dass auf kürzeren Strecken ein Pilot ausreiche. Co-Piloten bezeichnete er als überflüssig, weil der Computer mittlerweile die Hauptarbeit beim Flug übernehme, wie die «Financial Times» berichtet. «Damit könnte die Branche ein Heidengeld sparen», sagte der für seine provokanten Aussagen bekannte Manager.

Bei Zügen sei schliesslich auch nur ein Lokführer an Bord. Dabei bestehe genauso die Gefahr, dass dieser durch einen Herzinfarkt ausfalle und einen Unfall verursache, sagte O'Leary. «In 25 Jahren mit mehr als zehn Millionen Flügen hatten wir einen Piloten, der einen Herzinfarkt erlitt, und der hat das Flugzeug noch zum Landen gebracht», betonte er.

In Angriffslaune

Die Fluggesellschaft erwäge, bis zu 300 neue Flugzeuge für mehrere Milliarden Euro zu bestellen, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary der «Financial Times» vom Mittwoch. Es gebe die Option, nicht nur den geplatzten Kauf von 200 Boeing-Flugzeugen doch noch zu tätigen, sondern sogar bis zu 300 Maschinen entweder von Boeing oder dem europäischen Konkurrenten Airbus zu erstehen.

Im Dezember hatte Ryanair den Kauf der 200 Boeing-Maschinen vom Typ 737-800 im Wert von rund 15 Milliarden Dollar wegen eines Streits über die Lieferbedingungen abgeblasen.

SDA/jak

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