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Sarasin-Chef: Angestellte werden ihre Stellen behalten können

Laut Joachim Strähle soll sich auch nach der Übernahme der Bank durch die Safra-Gruppe nichts am Geschäft ändern. Dennoch kriegt das Geldinstitut den Besitzerwechsel zu spüren.

Will keine eigene Investment-Sparte aufbauen: Sarasin-Chef Joachim Strähle.
Will keine eigene Investment-Sparte aufbauen: Sarasin-Chef Joachim Strähle.
Keystone

Die Basler Bank Sarasin wird nach der Übernahme der Aktienmehrheit durch die Safra Gruppe ihre Tätigkeit laut Unternehmenschef Joachim Strähle wie bisher fortführen. «Die Bank bleibt unabhängig und wird ihr operatives Geschäft unverändert fortsetzen», sagte Strähle in der «NZZ am Sonntag». Auch werden sämtliche Angestellten laut Strähle ihren Arbeitsplatz behalten. Eine Zusammenarbeit auf operativer Ebene mit dem neuen Besitzer könne er sich aber vorstellen, sowohl in Südamerika als auch in der Schweiz. Denkbar sei ein gemeinsamer Produktvertrieb oder eine gemeinsame Informatikplattform.

Sarasin habe weiterhin nicht vor, eine eigene Investment-Sparte aufzubauen, sagte Strähle weiter. «Wir machen sehr gute Erfahrungen damit, entsprechende Produkte bei Bedarf einzukaufen.»

Lob für neuen Mehrheitsaktionär

Der Bieterkampf um Sarasin habe die Kunden spürbar verunsichert. Es habe zwar kaum Abflüsse von Kundengeldern gegeben, «aber der Neugeldzufluss ist spürbar zurückgegangen», so Strähle. Er hoffe, dass diese Entwicklung mit dem Einstieg von Safra gestoppt werde. «Ab 2012 wollen wir wieder punkten.»

Der Verwaltungsratspräsident von Sarasin, Christoph Ammann, lobte im Interview mit der «NZZ am Sonntag» den neuen Mehrheitsaktionär. Die Safra Gruppe könne auf eine 200-jährige Geschichte zurückblicken und sei «enorm kapitalstark».

Auf die Zukunft der Schweizer Finanzbranche angesprochen, zeigte sich Ammann optimistisch. Bei Banken mit hohen Altlasten werde es zwar zu weiteren Abflüssen von Kundengeldern und Restrukturierungen kommen. Dennoch habe der Schweizer Finanzplatz im internationalen Wettbewerb «extrem gute Chancen», so Ammann. «Wir sind in dieser Welt der sichere Hafen.»

SDA/kpn

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