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«Schweizer Banker sind arrogant»

Die luxemburgische Kleinbank BIL hat ein Problem mit ihren Schweizer Angestellten: Gut ausgebildet, aber hochnäsig seien sie, glaubt Auslandsbank-Chef Wohl. Er fordert ein Umdenken in der Branche.

«Es geht darum, dass sie die guten Jahre endlich vergessen und die Realität akzeptieren»: Banker in Zürich. (Archivbild)
«Es geht darum, dass sie die guten Jahre endlich vergessen und die Realität akzeptieren»: Banker in Zürich. (Archivbild)
Keystone

Die Banque Internationale à Luxembourg (BIL) Suisse ist eine kleine aber bis jetzt erfolgreiche Auslandsbank in der Schweiz. «Wir sind in der Gewinnzone», sagte Michel Wohl am Mediengespräch des Verbandes der Auslandsbanken in Zürich.

Immer noch schwarze Zahlen schreibe die Bank jedoch nur, weil man seit der Finanzkrise die Effizienz gesteigert habe. Bei einer Kleinbank, die nur 70 Leute zählt, heisst das laut Wohl vor allem, dass die Mitarbeiter heute eine breitere Palette von Tätigkeiten abdecken müssen als früher.

Hochnäsige Reaktionen

Und da gebe es mit den Schweizer Angestellten ein Problem: Im Vergleich zu Bankangestellten in Luxemburg seien zwar die Schweizer Banker durchschnittlich besser ausgebildet. «Wir stellen jedoch auch eine gewisse Arroganz fest», sagte Wohl. «Es geht darum, dass sie die guten Jahre endlich vergessen und die Realität akzeptieren.»

Ebenfalls ein Umdenken fordert Wohl von den hiesigen Behörden. Auch sie würden zum Teil hochnäsig reagieren, was dem Finanzplatz schade. Ein Beispiel dafür sei die angestrebte Ansiedelung von chinesischen Banken. Da sträubten sich in der Schweiz die Behörden mit formalen Argumenten. In Luxemburg dagegen würden Lösungen gesucht und gehandelt.

SDA/ajk

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