Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Verfahren gegen Gazprom-Manager

Die Bundesanwaltschaft hat mehrere Millionen Franken mutmassliche Schmiergelder blockiert. Sie will im kommenden Jahr zwei Kaderleute des russischen Energiekonzerns vor Gericht bringen.

Von Thomas Knellwolf
Europäische Industrieunternehmen sollen durch Schmiergelder zu Aufträgen für die Jamal-Pipeline gekommen sein. Foto: Reuters
Europäische Industrieunternehmen sollen durch Schmiergelder zu Aufträgen für die Jamal-Pipeline gekommen sein. Foto: Reuters

Gazprom und Korruption – diese Kombination gibt es in Russland nicht. Zumindest nicht offiziell. Kenner des Energieriesen können sich an keinen Fall erinnern, in dem ein höherer Vertreter des staatsnahen Unternehmens wegen einer Schmiergeldaffäre angeklagt oder gar verurteilt worden wäre.

Bald wird es aber zu einer solchen Anklage kommen – und zwar in der Schweiz. Die Bundesanwaltschaft hat ihre Strafuntersuchung gegen zwei Gazprom-Manager und zwei weitere Beschuldigte abgeschlossen. Die Anklageschrift ist (fast) fertig. «Zeitpunkt der Einreichung», heisst es aus Bern, sei «Ende Dezember 2014 oder im Januar 2015».

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen