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Schwules Pärchen aus Business Class geschmissen

Ein Flugbegleiter von Alaska Airlines hat offenbar ein homosexuelles Pärchen gebeten, seine Plätze aufzugeben – und einen Shitstorm gegen die Airline losgetreten.

Shitstorm gegen die Airline: Alaska Airlines.
Shitstorm gegen die Airline: Alaska Airlines.
Jason Redmond, Reuters

Eigentlich wollte David Cooley mit seinem Partner von New York nach Los Angeles fliegen. So weit kam es nicht. Der Besitzer einer Gay-Bar in West Hollywood erhebt auf Facebook schwere Vorwürfe gegen die Fluglinie Alaska Airlines.

Cooley hatte für sich und seinen Partner Plätze in der Premium Class (entsprechend Business Class) gebucht. Dann seien sie von einem Flugbegleiter gebeten worden, in der Economy Class zu sitzen. Der Grund: Ein heterosexuelles Pärchen wolle zusammen in der Premiumklasse sitzen.

«Gefühl der Demütigung»

Fluggast Cooley habe dem Flugbegleiter erklärt, dass er und sein Reisebegleiter ebenfalls ein Pärchen seien und zusammensitzen wollten. Dieser habe ihnen daraufhin die Wahl gegeben, zusammen in der Holzklasse zu sitzen oder das Flugzeug zu verlassen. Cooley schreibt in seinem Post, er und sein Partner hätten daraufhin entschieden, das Flugzeug zu verlassen.

«Wir konnten das Gefühl der Demütigung für einen ganzen Überlandflug nicht ertragen», schreibt der Mann. Und: «Ich kann nicht glauben, dass eine Fluggesellschaft heutzutage einem Hetero-Paar den Vorzug vor einem schwulen Paar gibt und uns sogar auffordert zu gehen.» Er und sein Partner seien dann stattdessen mit Delta Airlines geflogen.

Shitstorm ausgelöst

Cooleys Post wurde über 1500-mal geteilt – und hat einen Shitstorm auf sozialen Medien ausgelöst. Er sei zwar heterosexuell, schreibt ein Nutzer auf Twitter, werde sein Reisegeld aber lieber bei anderen Airlines ausgeben, die nicht diskriminierend gegenüber LGBT seien.

Die Fluglinie hat mittlerweile reagiert. Sie habe irrtümlich zwei Personen auf einem Platz gebucht, teilte sie in einer Erklärung mit. CBS News sagte sie später, der unglückliche Vorfall sei das Resultat aus einem vollen Flug und einer Besatzung, die bestrebt war, pünktlich abzuheben, und die Situation dadurch verschlimmerte.

«Wir bedauern die Situation zutiefst und untersuchen die Details», heisst es in dem Statement weiter, sowie dass die Airline eine «Null-Toleranz-Politik für Diskriminierung jeglicher Art» habe und grundsätzlich versuche, Familien wenn immer möglich nebeneinanderzusetzen. Man habe den betroffenen Passagier kontaktiert, um sich zu entschuldigen.

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