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So plant Etihad ihren steilen Aufstieg

Etihad Regional steht in der Schweiz am Anfang ihrer Entwicklung. Nun gibt Chef Maurizio Merlo bekannt, wie er seine hochgesteckten Ziele erreichen will.

Break-even soll im nächsten Jahr erreicht werden: Flugzeuge der Etihad Regional. (Archivbild)
Break-even soll im nächsten Jahr erreicht werden: Flugzeuge der Etihad Regional. (Archivbild)
Keystone

Die aus der Tessiner Fluggesellschaft Darwin Airline entstandene Etihad Regional will ab 2015 schwarze Zahlen schreiben. «2015 sollte der Break-even möglich sein», sagte der Chef von Etihad Regional, Maurizio Merlo, in einem Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag».

Merlo zeigte sich damit zurückhaltender als noch im März. Damals hatte er der Nachrichtenagentur SDA erklärt, dank Synergien aus dem Netzwerk mit der arabischen Etihad sollte bereits im laufenden Jahr operativ die Gewinnschwelle erreicht werden können.

Zur Promotion biete Etihad Regional eine gewisse Anzahl an Tickets zu Preisen an, an denen man nichts verdiene, räumte Merlo in dem am Sonntag publizierten Interview ein.

Ambitionierte Wachstumspläne

Für 2014 rechnet er nun mit 700'000 Passagieren und einem Umsatz von 100 Millionen Franken, nachdem im letzten Jahr 300'000 Passagiere und 60 Millionen Franken Umsatz verbucht worden waren. «2015 wollen wir eine Million Passagiere und 2016 1,5 Millionen», ergänzte Merlo.

Dank des Einstiegs von Etihad seien bei der Verluste schreibenden Darwin Airline 200 Stellen in der Schweiz gerettet und seither 100 neue geschaffen worden. Unter dem neuen Markenauftritt soll Etihad Regional europäische Nebenmärkte verbinden und Fluggäste auf das globale Streckennetz von Etihad bringen.

Formell blieb die Darwin Airline als Tessiner Firma der Operateur, sodass die Start- und Landerechte nicht verfallen. Merlo bekräftigte angesichts der Untersuchung der Eigentümerverhältnisse durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), Etihad Regional sei eine Schweizer Firma.

Etihad halte 33,3 Prozent an Darwin Airline, und zwei Drittel der Aktien seien in den Händen von strategischen Tessiner Investoren, sagte Merlo und setzte zum Seitenhieb auf die zur deutschen Lufthansa gehörende Swiss an: «Wir sind eine Schweizer Airline unter mehrheitlich schweizerischer Kontrolle und Führung, dies im Gegensatz zur Swiss.»

Swiss zeigte die kalte Schulter

Die Swiss hat nach dem Einstieg von Etihad angekündigt, die Partnerschaft mit Etihad Regional auf der Strecke Lugano–Zürich zu beenden. Merlo zeigte sich enttäuscht. Er habe immer wieder das Gespräch mit Swiss-Chef Harry Hohmeister gesucht: «Bevor Etihad kam, habe ich immer wieder an Harrys Türe geklopft.» Er habe die Kooperation vertiefen wollen, «aber die Antwort lautete stets Nein».

SDA/mrs

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