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Staatsanwälte ermitteln gegen die UBS-Chefs

Die Zürcher Justiz prüft, ob die Bankspitze unwahre Angaben zum Geschäftsgang verbreitet hat. Damit könnte sich die UBS strafbar gemacht haben.

Gleich fünf Staatsanwälte aus Zürich gehen zurzeit dem Verhalten der UBS nach. Das melden heute sowohl der «Sonntag», als auch die «Sonntagszeitung».

«Die Staatsanwalt für Wirtschaftsdelikte beobachtet mit grosser Aufmerksamkeit die Entwicklung im Zusammenhang mit der Subprime-Krise seit vergangenem Spätherbst. Dazu werden die öffentlich zugänglichen Informationen ausgewertet», wird Andreas Ochsenbein von der Staatsanwalt Zürich im «Sonntag» zitiert. Gegen die UBS sind zwei Strafanzeigen eingegangen.

Laut «Sonntagszeitung» haben die Staatsanwälte bei der Eidgenössischen Bankenkommission EBK Akteneinsicht verlangt. Von einer Strafuntersuchung will jedoch noch niemand sprechen. Ochsenbein betont, bisherige Gespräche mit UBS-Verantwortlichen seien keine Verhöre gewesen.

Noch zwei Wochen vor Staatshilfe beruhigt

Gemäss Strafgesetzbuch macht sich strafbar, wer «unwahre oder unvollständige Angaben von erheblicher Bedeutung macht, die einen andern zu schädigenden Vermögensverfügungen veranlassen können». Darauf stehen bis zu drei Jahre Gefängnis.

UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer hatte noch am 2. Oktober an der ausserordentlichen Generalversammlung beruhigt: «Ich bin in der glücklichen Lage, Ihnen berichten zu können, dass wir die UBS recht erfolgreich durch diese Turbulenzen manövrieren konnten. Unabhängig vom Ausgang können wir unseren Kunden und Aktionären versichern, dass wir eine der am besten kapitalisierten Banken sind und gleichzeitig über eine global diversifizierte Refinanzierungsbasis verfügen.» Zwei Wochen später nahm die Bank von Bund und Nationalbank Kapital entgegen.

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