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Stellenabbau von Swiss Life trifft Zürich

Am Hauptsitz des Versicherers sollen noch 650 statt wie bisher 900 Menschen arbeiten. Der Stellenabbau beginnt schon nächstes Jahr.

Swiss Life streicht 200 Stellen und will damit zum geplanten Kostenabbau beitragen. 90 Millionen muss der Versicherer bis 2012 einsparen, der Stellenabbau soll ein Drittel davon sicherstellen. Die Restrukturierungskosten von rund 40 Millionen Franken werden zu 80 Prozent der diesjährigen Rechnung belastet.

Ein Grossteil der Stellen dürfte in Zürich verschwinden. Swiss Life informierte heute, dass von den rund 900 Arbeitsplätzen am Hauptsitz nur noch 650 bestehen bleiben. Von den zum Abbau vorgesehenen Stellen werden gemäss den Angaben zwei Drittel nächstes Jahr aufgehoben. Zum Teil werden vakante Stellen nicht mehr besetzt, zum Teil wird die natürliche Fluktuation ausgenützt. Es gibt einzelne Frühpensionierungen, wie die Swiss Life weiter mitteilte. Die Massnahmen seien mit den Sozialpartnern gemeinsam vereinbart worden. Entlassungen aus strukturellen Gründen sollten vermieden werden.

Der neue Hauptsitz soll möglichst schlank werden

Swiss Life strebt mit den Massnahmen eine klare Entflechtung der Aufgaben von Hauptsitz und Geschäftseinheiten, wie der neue Konzernchef Bruno Pfister in der Mitteilung zitiert wurde: «Das neue Corporate Center soll möglichst schlank sein und sich auf das Wesentliche konzentrieren.»

Analysten kommentierten die Massnahmen überwiegend skeptisch. Sie könnten die aktuell schwierige Ertragssituation mildern und die künftige Ertragskraft verbessern helfen, kommentierte die Zürcher Kantonalbank. Sie merkte aber auch an, dass sich an der von strategischen Fragen geprägten Geschäftslage der Swiss Life wenig ändere.

Die St. Galler Privatbank Wegelin machte Fragezeichen dazu, ob die Massnahmen für eine Trendwende bei dem in letzter Zeit stark gedrückten Aktienkurs ausreichten. Das Vertrauen der Investoren sei arg strapaziert worden. Es bleibe zu hoffen, dass die in der Vorweihnachtszeit gemachte Ankündigung nicht auch noch das Vertrauen der Angestellten untergrabe. Die Zürcher Bank Vontobel strich hervor, dass Swiss Life nun eine mit der Konkurrenz vergleichbare Kostenbasis erreichen dürfte.

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