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Swiss-Mutter kann bei den Passagieren wieder punkten

Die Swiss kann den Gewinn auf 137 Millionen Franken steigern. Der Turnaround sei noch nicht erreicht, sagt Unternehmenschef Harry Hohmeister. Gute Nachrichten kommen vom Mutterkonzern Lufthansa.

Beliebte Nordatlantikflüge: Passagiere in einer Maschine der Swiss. (12. April 2013)
Beliebte Nordatlantikflüge: Passagiere in einer Maschine der Swiss. (12. April 2013)
Keystone

Der Swiss-Mutterkonzern Lufthansa fasst im hart umkämpften Passagiergeschäft wieder Tritt. Dank der laufenden Konzernsanierung und Erlössteigerungen sei der operative Gewinn der Lufthansa und ihrer Billigtochter Germanwings in den ersten neun Monaten um 170 Prozent auf 300 Millionen Euro gestiegen, teilte Europas grösste Fluggesellschaft am Donnerstag mit.

Ausgezahlt habe sich vor allem der Umbau des Europa-Geschäfts. Mit Flügen in Deutschland und Europa werde die Lufthansa 2013 erstmals seit mehr als fünf Jahren wieder Geld verdienen, sagte Konzernchef Christoph Franz und bestätigte damit frühere Aussagen.

Aufwind gibt es nach langer Durststrecke auf dem Frachtmarkt. Im Cargo-Geschäft seien im laufenden Quartal die ersten Anzeichen einer Erholung auszumachen, hiess es in einer Präsentation von Finanzchefin Simone Menne. Die Cargo-Kapazitäten dürften um sechs Prozent wachsen.

Das Geschäft mit Luftfracht leidet seit langem unter der schwachen Weltwirtschaft. Die Lufthansa betreibt eine eigene Cargo-Airline mit 18 Flugzeugen. Für das Gesamtjahr erwartet der Lufthansa-Konzern ein operatives Ergebnis von 600 bis 700 Millionen Euro nach 524 Millionen Euro im Vorjahr.

Rosskur

Die Airline steckt im grössten Umbau ihrer Geschichte und baut derzeit 3500 Stellen ab, um angesichts des harten Wettbewerbs und hoher Treibstoffkosten – allein 7,1 Milliarden Euro in diesem Jahr – über die Runden zu kommen. Mit der Anfang 2012 verordneten Rosskur soll das operative Ergebnis 2015 auf 2,3 Milliarden Euro klettern.

Dafür spart die Fluggesellschaft mit ihren 117'000 Mitarbeitern an allen Ecken und Enden. Jüngste Hiobsbotschaft: Aus Spargründen werden 1300 Jobs der IT-Tochter Lufthansa Systems ausgelagert.

Auch die Lufthansa-Tochter Swiss flog sowohl im dritten Quartal als auch auf die ersten neun Monate des Jahres gesehen einen Gewinn ein. Der Turnaround sei aber noch nicht geschafft, sagt Swiss-Chef Harry Hohmeister.

Im dritten Quartal steigerte die Fluggesellschaft den Gewinn um 10,5 Prozent auf 137 Millionen Franken. Zwischen Januar bis September liegt der Gewinn mit 209 Millionen Franken um 13 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Unruhige Lage in Nahost

Die schwierigen Bedingungen in der Luftfahrt hätten die Swiss weiter gefordert, schreibt Unternehmenschef Hohmeister in einer Mitteilung: «Das Ergebnis spiegelt zwar unsere Anstrengungen auf Kosten- und Ertragsseite wider, den Turnaround haben wir jedoch noch nicht erreicht», liess er sich zitieren.

Die Währungen machten der Swiss im dritten Quartal besonders in Asien zu schaffen. Dafür entwickelte sich der Nordatlantikverkehr gut. Geschäftsreisen und Fracht verzeichneten eine etwas geringere Nachfrage. Streiks und die unruhige Lage im Nahen Osten führten zu Sonderbelastungen. Dafür sanken die Treibstoffpreise.

Der Betriebsertrag der Swiss stieg im dritten Quartal um 2 Prozent auf 1,39 Milliarden Franken. In den ersten neun Monaten stieg der Betriebsertrag um 2,4 Prozent auf 3,9 Milliarden Franken, wie weiter mitgeteilt wurde.

SDA/kle

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