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Toyotas Motor läuft nur noch auf drei Zylindern

Autobauer Toyota kämpft mit Problemen. Wie das Unternehmen am Freitag bekanntgab, hat Toyota weltweit im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat fast 14 Prozent weniger Autos gebaut.

Längst nicht mehr ausgelastet: An den Toyota-Bändern war noch vor Jahresfrist bedeutend mehr los.
Längst nicht mehr ausgelastet: An den Toyota-Bändern war noch vor Jahresfrist bedeutend mehr los.
Keystone

Bezogen auf den Gesamtkonzern, zu dem auch die Marken Daihatsu und Hino gehören, verringerte sich die Produktion um 12,5 Prozent auf 687'660 Fahrzeuge. Die Exporte der Kernmarke lagen um 8 Prozent, die des Konzerns um 8,5 Prozent unter den Vorjahresergebnissen.

Toyotas heimische Konkurrenten Honda und Nissan kurbelten indes ihre Produktion an: Nissan um 11,6 Prozent auf 363'227 Autos, was ein Rekord für den Monat Oktober ist, und Honda um 1,4 Prozent auf 305'406 und damit im nunmehr elften Monat in Folge.

Nissan konnte seine Exporte zudem um 12,4 Prozent steigern, während Honda einen leichten Rückgang um 0,4 Prozent verzeichnete. Auf dem japanischen Heimatmarkt mussten allerdings alle drei führenden japanischen Autobauer Rückgänge bei Produktion und Absatz hinnehmen, weil die staatlichen Subventionen für umweltfreundliche Autos Anfang September ausgelaufen waren.

Durch Rückrufe geschwächt

Für Branchenprimus Toyota ist das jedoch nicht das einzige Problem: Ein Jahr nach Beginn seiner riesigen Rückrufwelle in den USA sieht sich der Konzern weiter geschwächt. «Ich denke, die Krise ist noch nicht vorbei», sagte der Qualitätsvorstand, Shinichi Sasaki, kürzlich der «Financial Times».

Zwar konnte Toyota in der ersten Hälfte des noch bis zum 31. März 2011 laufenden Geschäftsjahres nicht zuletzt dank strikten Kostensenkungen den Gewinn deutlich steigern. Auch wurde der Jahresausblick angehoben. So erwartet Toyota jetzt einen Ertrag von netto 350 Milliarden Yen (4,127 Milliarden Franken).

Doch ein Grossteil des Gewinns wurde bereits im ersten Halbjahr eingefahren. Der Umsatz soll wegen des starken Yen um 500 Milliarden Yen geringer ausfallen als bisher vorausgesagt und mit 19 Billionen Yen auf dem Niveau des Vorjahres verharren.

SDA/pbe

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