Zum Hauptinhalt springen

UBS-Verwaltungsrat wird Barclays-Chef

Nach nur einem halben Jahr im UBS-Verwaltungsrat tritt James «Jes» Staley schon wieder zurück. Der Amerikaner übernimmt im Dezember das Zepter bei der britischen Grossbank Barclays.

Soll bei Barclays insbesondere das Investmentbanking neu ausrichten: James E. Staley, hier als Finanzchef der Investmentbank J.P. Morgan in Washington. (25. September 2011)
Soll bei Barclays insbesondere das Investmentbanking neu ausrichten: James E. Staley, hier als Finanzchef der Investmentbank J.P. Morgan in Washington. (25. September 2011)
Brendan Smialowski, AFP

James Staley wird Chef der britischen Barclays. Die UBS habe den sofortigen Rücktritt akzeptiert, um Interessenkonflikte aufgrund von Staleys Ernennung zum Barclays-Chef zu verhindern, heisst es in einer Mitteilung der grössten Schweizer Bank vom Mittwoch.

Staley war erst im Mai in den UBS-Verwaltungsrat gewählt worden. Ob neue Kandidaten für die Wahl in den Verwaltungsrat nominiert würden, werde später bekannt gegeben, schreibt die UBS.

Den Chefposten bei Barclays übernimmt Staley im Dezember, wie die britische Bank am Mittwoch mitteilte. In Finanzkreisen galt der frühere Leiter des Investmentbankings bei JP Morgan schon länger als Favorit. Zuletzt arbeitete der 58-jährige Amerikaner beim Hedgefonds BlueMountain Capital.

Restrukturierung zu Ende führen

Bei Barclays soll Staley nun die Restrukturierung zu Ende führen. Die Neuausrichtung des Investmentbankings sei dabei eine der wichtigsten Aufgaben, erklärte Verwaltungsratspräsident John McFarlane. Den bisherigen Bankchef Antony Jenkins hatte er im Juli überraschend vor die Tür gesetzt, weil ihm dessen Sanierungserfolge nicht ausreichten.

Staley erklärte in einem Schreiben an die Belegschaft, seine Priorität bei Barclays sei es, das Verhältnis zu den Regulierern zu verbessern. Die Investmentbank müsse zudem so aufgestellt werden, dass sie weniger Kapital verschlinge.

In seiner neuen Position verdient Staley bis zu 8,24 Millionen Pfund (rund 12,4 Millionen Franken) pro Jahr – der grösste Teil in Form von Bonuszahlungen, wie Barclays mitteilte.

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch