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Unia befürchtet einen zweiten Fall Alstom

ChemChina plant bei der Übernahme von Syngenta keinen Stellenabbau. Das sei beim Alstom-Deal aber auch nicht vorgesehen gewesen, warnt die Gewerkschaft.

«Wir brauchen eine Garantie»: Was die Unia von Syngenta und ChemChina fordert. (Video: Fiona Endres und Lea Koch)

Die Gewerkschaft Unia fordert von den künftigen chinesischen Besitzern von Syngenta Garantien für die Arbeitsplätze in der Schweiz. Die Chinesen sollen per sofort ihre längerfristige Strategie bezüglich den Schweizer Standorten offenlegen.

Zwar nimmt Unia in einer Mitteilung vom Mittwoch befriedigend zur Kenntnis, dass der Syngenta-Interessent ChemChina offenbar keinen Arbeitsplatzabbau plant. Doch ob dies auch mittelfristig so bleibe, sei nicht sicher. Syngenta beschäftige weltweit über 28'000 und in der Schweiz rund 3300 Mitarbeiter. Etwa 500 davon sind einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstellt.

Was bedeutet die Syngenta-Übernahme für die Schweiz? Dazu TA-Wirtschaftschef Markus Diem Meier (3. Februar 2016, Video: Jan Derrer).

Kein zweiter Fall Alstom

Um Klarheit zu schaffen, müsse ChemChina gegenüber der Gewerkschaft die Strategie für die Standorte in Basel, Stein AG, Münchwilen TG, Monthey VS, Kaisten AG und Dielsdorf ZH offenlegen. Auch der Bund und die Kantone sowie die Standortgemeinden seien gefordert, schreibt Unia weiter. Das Beispiel des Industriekonzerns Alstom, welcher vom Grosskonzern GE übernommen wurde, zeige, dass Garantien für Arbeitsplätze nötig seien. Eine Desindustrialisierung der Schweiz müsse mit aller Kraft verhindert werden.

Der US-Konzern GE hatte im Januar angekündigt, im Zusammenhang mit der Übernahme von Alstom in der Schweiz etwa 1300 Jobs abzubauen. Umgekehrt werden in Frankreich aber Stellen geschaffen, denn die französische Regierung hatte vor der Fusion entsprechende Zugeständnisse verlangt.

SDA/dia

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