Zum Hauptinhalt springen

«Untätigkeit wäre keine Lösung gewesen»

Die Nationalbank wurde für ihre Ausdehnung der Liquidität heftig kritisiert. SNB-Präsident Philipp Hildebrand verteidigt in einer Replik die Devisen-Käufe.

Nichts zu tun. wäre «fahrlässig» gewesen: Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand.
Nichts zu tun. wäre «fahrlässig» gewesen: Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand.
Keystone

Die hohen Devisenkäufe der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom Frühjahr 2010 mit dem Ziel, die Frankenaufwertung gegenüber dem Euro zu bremsen, war nach Ansicht von SNB-Präsident Philipp Hildebrand nötig. Ansonsten hätte der Schweiz Deflation gedroht.

Das dreiköpfige Direktorium der Nationalbank habe dieses Risiko nicht eingehen wollen. Die Währungshüter hätten daher entschieden, die Liquidität auszudehnen und in grossem Umfang Devisen zu kaufen. Diese Aussagen von Hildebrand finden sich in einem Gastbeitrag in der «Weltwoche», die aus einer Rede entnommen sind, die Hildebrand bereits am 20. Januar gehalten hat (siehe Artikel zum Thema).

Preisstabilität als Hauptaufgabe

Das SNB-Direktorium sei überzeugt, dass geldpolitische Untätigkeit in den dramatischen Phasen der Jahre 2009 und 2010 keine Option gewesen sei. Eine solche Politik wäre angesichts der grossen Risiken für die Schweizer Volkswirtschaft fahrlässig gewesen.

Aufgabe der Nationalbank sei es in erster Linie, die Preisstabilität zu sichern. Weitere Aufgaben seien, die Volkswirtschaft mit Liquidität zu versorgen sowie dazu beizutragen, dass die Finanzstabilität gewährleistet sei.

Die Geldpolitik der Nationalbank, allen voran die hohen Euro- Käufe, war in jüngster Zeit von einzelnen Politikern und Ökonomen heftig kritisiert worden. SVP-Stratege Christoph Blocher hatte in einem Interview mit der «Basler Zeitung» (Montagausgabe) Hildebrand sogar offen zum Rücktritt aufgefordert.

SDA/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch