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Urteil gegen Novartis: «Ein Sieg für alle Generika»

Medikamente seien für die Länder des Südens zu teuer, weil sich die Preise an jenen in den USA orientierten, sagt der Gesundheitsexperte der Erklärung von Bern.

Viele Menschen in Indien können sich nicht einmal Generika leisten: Kostenlose Medikamentenabgabe im Spital in Chennai. (12. Juli 2012)
Viele Menschen in Indien können sich nicht einmal Generika leisten: Kostenlose Medikamentenabgabe im Spital in Chennai. (12. Juli 2012)

Das Urteil des obersten indischen Gerichts stelle die Bedürfnisse der Bevölkerung über die wirtschaftlichen Interessen von Novartis, schreibt die Erklärung von Bern. Warum soll das so sein?In Indien bezahlen Patienten jährlich 40'000 Franken für das Krebsmedikament Glivec. Das Generikum kostet aber 15-mal weniger. Also profitiert die breite Bevölkerung vom Gerichtsentscheid. Er ist auch deshalb wichtig, weil Indien ein grosser Generika-Exporteur ist. Zum Beispiel stammen 80 Prozent der Aidsmedikamente von dort, und sie werden in Schwellen- und Entwicklungsländern zu erschwinglichen Preisen verkauft. Würden mehr Patente erteilt, könnten weniger Generika produziert werden. Das Urteil ist ein Sieg für alle Generika.

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