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US-Notenbank kauft Hypotheken für 600 Milliarden Dollar

Die USA kurbeln mit neuen Milliarden-Interventionen die Kreditvergabe für Konsum und Immobilien an. Die US-Notenbank Fed kündigte ein Programm im Volumen von 600 Milliarden Dollar an.

Damit sollen mit Hypotheken unterlegte Wertpapiere gekauft werden. Ein weiteres Programm über 200 Milliarden Dollar soll den Markt für Konsumentenkredite neues Leben einhauchen. Die US-Aktienfutures und die europäischen Börsen reagierten mit Gewinnen auf die Ankündigung. Auch der Euro legte zu.

Fed lanciert Wurzelbehandlung

Mit den gigantischen Paketen will die Fed die Probleme der Wirtschaft an der Wurzel packen: Den Kollaps des Immobilienmarktes. «Dieser Schritt soll die Kosten von Krediten für den Hauskauf reduzieren und deren Verfügbarkeit erhöhen, was wiederum den Immobilienmarkt unterstützen sollte», erklärte die Notenbank.

Sie stellt bis zu 100 Milliarden Dollar bereit, um damit Schulden der quasi verstaatlichten Hypotheken-Institute Fannie Mae und Freddie Mac zu kaufen. Mit zusätzlich bis zu 500 Milliarden Dollar will sie Wertpapiere kaufen, die mit Hypotheken unterlegt sind und durch die Hypothekengiganten gedeckt sind.

Branchenexperten zeigten sich optimistisch, dass dieser Schritt den Immobilienmarkt merklich stützen wird. Weil es für die Institute zuletzt schwierig war, ihre Schulden zu verkaufen, konnten sie den Banken nicht mehr so viele Hypotheken abkaufen.

Dies hatte den US-Immobilienmarkt zusätzlich belastet, weil die Banken deswegen immer zurückhaltender bei der Hypothekenvergabe wurden.

Konsumankurbelung

Zur Stützung des Konsums legte die Fed ein Paket im Volumen von 200 Milliarden Dollar auf. Hiermit soll der Markt für Stundenten-, Auto-, und Kreditkartendarlehen belebt werden.

Das Finanzministerium unterstützt dieses Vorhaben mit 20 Milliarden Dollar aus dem staatlichen Rettungspaket über insgesamt 700 Milliarden Dollar. Auch diese Kreditmärkte waren im Sog der Finanzkrise zuletzt weitgehend ausgetrocknet.

AP/sam

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