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Vekselberg kauft 20 Prozent der Aktien von Schmolz+Bickenbach

An der GV des Stahlkonzerns Schmolz+Bickenbach stellten sich die Aktionäre gegen Vekselbergs Renova. Unmittelbar danach kaufte die Gesellschaft 20 Prozent der Firmen-Aktien.

Stärkt der Gründerfamilie von Schmolz Bickenbach den Rücken: Der russische Milliardär Viktor Vekselberg. (Archivbild)
Stärkt der Gründerfamilie von Schmolz Bickenbach den Rücken: Der russische Milliardär Viktor Vekselberg. (Archivbild)
Keystone

Unmittelbar nach der Generalversammlung von Schmolz+Bickenbach hat Renova, die Investitionsgesellschaft des russischen Industriellen Viktor Vekselberg, über 20 Prozent der Aktien des Stahlkonzerns gekauft.

Wie die Investitionsgesellschaft Renova in einem Communiqué schrieb, hat sie 20,46 Prozent der Aktien des Konzerns erworben. Verkäuferin war die bisherige Hauptaktionärin, die von den Erben der Firmengründer kontrollierte Schmolz Bickenbach GmbH& Co. KG. Deren Anteil am Stahlkonzern sinkt durch die Transaktion auf 20,0 Prozent.

Erben unterlagen Aktionären

Die bisherige Hauptaktionärin hatte Renova an Bord geholt, um die notwendige Kapitalaufstockung von Schmolz Bickenbach nach ihren Vorstellungen durchzuführen. An der Generalversammlung vom Freitag unterlagen die Erben der Firmengründer allerdings mit ihren Anträgen - insbesondere weil ein Gericht einem Teil ihrer Aktien aufgrund eines Vertrags mit einem anderen Aktionär das Stimmrecht entzog.

Mit der Transaktion der Aktien an Renova bilden die Erben und die russische Investitionsgesellschaft eine Gruppe und müssen den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreiten. Wie viel Renova für die übrigen Aktien zu zahlen bereit ist, wird gemäss Communiqué erst «in Kürze» bekannt gegeben.

Industrielle und finanzielle Expertise

Laut Voranmeldung des Übernahmeangebots wird pro Aktie 2,85 Fr. geboten. Der Kurs der Schmolz Bickenbach-Aktie lag am Freitagabend bei 2,90 Franken.

Renova will den Einstieg bei Schmolz Bickenbach als Bekenntnis zu dem mit finanziellen Problemen kämpfenden Stahlkonzern verstanden wissen. Man biete nun industrielle und finanzielle Expertise an, um das Unternehmen wieder profitabel zu machen, schrieb Renova. Gleichzeitig fordert das Unternehmen den Verwaltungsrat von Schmolz Bickenbach zum konstruktiven Dialog auf.

SDA/fko

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