Verfahren gegen Falcon Bank eröffnet

Die Zürcher Privatbank gerät wegen des Skandals um den malaysischen Staatsfonds 1MDB weiter unter Druck: Jetzt hat sich die Bundesanwaltschaft eingeschaltet.

Die Bank hat laut der Finanzaufsicht bei Geschäften mit dem malaysischen Staatsfond ungenügende Abklärungen getroffen: Logo der Falcon Bank.

Die Bank hat laut der Finanzaufsicht bei Geschäften mit dem malaysischen Staatsfond ungenügende Abklärungen getroffen: Logo der Falcon Bank.

Der Druck auf die Falcon Bank wird noch grösser: Nun hat auch die Bundesanwaltschaft (BA) ein Strafverfahren eröffnet. Im Kern geht es um Mängel in der internen Organisation der Bank, welche möglicherweise Geldwäscherei und Korruption ermöglichten.

Die BA vermutet Mängel in der Organisation, wie sie in der Mitteilung vom Mittwoch mitteilte. Das eröffnete Strafverfahren steht im Zusammenhang mit dem Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB.

Geldwäscherei

Die Finanzmarktaufsicht (Finma) sowie die Monetary Authority of Singapur MAS haben bereits am Vortag mitgeteilt, dass die Falcon Private Bank wegen ihrer Verstrickungen in Geldwäscherei und den Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB nicht ungeschoren davonkommt. Unter anderem muss die Bank Gewinne zurückerstatten und ihre Filiale in Singapur schliessen.

Im vergangenen Mai hat die BA bereits auf die Tessiner Privatbank BSI ein Verfahren eröffnet. Die Bank habe schwer gegen die Geldwäschereibestimmungen verstossen. Zudem war die Rede von einem «ungenügenden Risikomanagement» und einem «Versagen der internen Kontrollsysteme». Das Verfahren ist ebenfalls aufgrund des Entscheids der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma eröffnet worden.

pat/sda

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