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Visana: Mehr Versicherte, weniger Gewinn

Die Berner Krankenversicherungsgruppe Visana ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Allerdings verhagelte ihr das schlechte Börsenjahr den Unternehmenserfolg.

26'000 neue Versicherte konnte die Visana auf Anfang 2019 begrüssen.
26'000 neue Versicherte konnte die Visana auf Anfang 2019 begrüssen.
Keystone

Die Visana-Gruppe hat 2018 einen Gewinn von 181,1 Millionen Franken erzielt. Das sind 15 Millionen weniger als der Rekordwert des Vorjahres, wie der grösste Berner Kranken- und Unfallversicherer am Dienstag mitteilte.

Gründe für den Rückgang sind, dass die Kapitalanlagen weniger einbrachten und die Steuern nach dem Gewinnsprung im Vorjahr gestiegen sind. Ohne diese beiden Effekte ist der Erfolg im Versicherungsgeschäft gestiegen. Massgeblich dazu beigetragen haben die Kosten für die Leistungen, die weniger hoch ausfielen als erwartet. Zudem profitiert die Visana mit überdurchschnittlich vielen älteren und krankheitsanfälligen Versicherten vom Risikoausgleich. Dieser sank aber um rund 62 Millionen auf 236 Millionen Franken. Das Prämienvolumen nahm um gut 6 Prozent auf fast 3,5 Milliarden Franken zu.

Die Zeichen stehen weiterhin auf Wachstum. Schliesslich wechselten viele neue Kunden zur Visana. In der Grundversicherung stieg die Zahl der Versicherten auf Anfang 2019 um 26'000 auf 641'300. Ein Blick auf eine Liste der «Handelszeitung» zeigt, dass die Visana als bisherige Nummer 7 damit die Luzerner Concordia auf Platz 6 der grössten Krankenkassen der Schweiz abgelöst hat. Grund für das erneute Wachstum sei hauptsächlich eine unterdurchschnittliche Zahl der Kündigungen. Zudem übernahm die Visana rund 13'500 Versicherte der Galenos Kranken- und Unfallversicherung.

Auf der anderen Seite baute die Berner Gruppe die Zahl der Vollzeitstellen um 62 auf 1207 aus. Der Verwaltungsaufwand, der bei der Visana bereits vergleichsweise eher tief ist, ging dagegen leicht zurück. Vorsitzende der Direktion ist seit November Valeria Trachsel. Sie war bis dahin Stellvertreterin von Unternehmenschef Urs Roth, der freiwillig aus dem Leben geschieden ist.

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