Wäh statt jöö – Oster-Plüschtiere der Migros verärgern Kunden

Die Werbe-Stofftiere der Migros kann man nicht waschen. Eltern sind wenig begeistert.

Nicht waschbar: die Ostertierli der Migros.

Nicht waschbar: die Ostertierli der Migros.

(Bild: Migros)

Caroline Freigang@c_freigang

«Ostern wird Jöö»: Mit diesem Satz bewarb die Migros diesen Frühling ihre Oster-Werbeaktion. Kunden konnten bei Einkäufen über 20 Franken Punkte sammeln und diese gegen ein Plüsch-Lämmli, -Häsli oder -Bibeli einlösen. Kinder fuhren auf die Tierli ab, die dank einer integrierten Batterie aufleuchten können.

Bei einigen Familien haben sich gar mehrere Exemplare angesammelt. Einigen Elternteilen fiel dabei auf: Ganz so jöö sind die Stoffbabys nicht – im Gegenteil. Denn waschen kann man das Spielzeug nicht, wie die Etikette anzeigt. «Nicht waschbar» steht da. Auch der Kontakt mit Flüssigkeiten solle vermieden werden.

«So unhygienisch»

Die Tiere sauber zu halten, ist dadurch schwierig – besonders, weil viele Kunden die Plüschbabys für ihre Kleinkinder und Säuglinge mitnehmen, die ihr Spielzeug bevorzugt in den Mund nehmen, vollsabbern oder über den Boden schleifen. Entsprechend entrüstet sind gewisse Eltern. Einige waschen Kuscheltiere sogar, bevor sie diese ihren Kindern überhaupt zum Spielen geben.

«Uääääääh, so unhygienisch», schreibt ein Leser und Vater eines Kleinkindes. «So ein Flop dürfte der Migros eigentlich nicht passieren.»

Das Unverständnis ist gross, zumal bei gewissen anderen batteriebetriebenen Kuscheltieren das Elektronikgehäuse entfernt werden kann, wenn man diese reinigen will. Bei den Tieren der Migros ist das anders. «Eine Fehlkonzeption», so der Vater. Insbesondere, weil die in China hergestellten Plüschbabys zu 100 Prozent aus Polyester gefertigt sind – einem Stoff, der eigentlich als pflegeleicht gilt.

Mit Lappen reinigen

Die Migros sagt dazu, dass sie sich an den europäischen Standard halte: «Dieser sieht vor, dass Plüschtiere nicht waschbar sind, wenn sie Batterien oder Technik enthalten.» Darum könnten die Tiere nicht in der Waschmaschine oder per Handwäsche gereinigt werden.

Die Technik sei gemäss Vorgaben für Kinderspielzeug so eingebaut, dass diese nicht leicht entfernbar sei – «zur Sicherheit der Kinder». Der Detailhändler empfiehlt, die Plüschbabys mit einem feuchten Lappen oder mit Trockenreinigungsmittel zu reinigen.

Bei anderem Spielzeug, etwa der Kuscheleule von Fisher-Price, die Schweizer Kunden auf Galaxus.ch bestellen können, sieht es anders aus. Auch hier wird zwar empfohlen, das Tier nicht zu waschen. Das Innenleben mit der Batterie könne aber herausgenommen und der Stoffteil gewaschen werden, berichten Kunden.

Batterie nach einem Tag leer

Doch nicht nur die Reinigung der Tiere wird zum Problem, sondern auch die Leuchtfunktion. Auf Twitter beschwert sich dieser Kunde, dass sein Bibeli nach bereits einem Tag den Geist aufgegeben habe. Grund: Die Batterie war leer.

Immerhin habe der Migros-Kundendienst das Küken bei der Beschwerde direkt ausgetauscht, schreibt der Nutzer.

berneroberlaender.ch/Newsnetz

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