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«Wenn uns der Franken nicht nochmals einen Streich spielt …»

Kein Untergang, nein, sogar Aufbruchstimmung in der Industrie spürt der Swissmem-Präsident. Hans Hess sagt, wo er seinen Wirtschaftszweig in fünf Jahren sieht.

«Ich habe nie zu denen gehört, die vor einer Deindustrialisierung der Schweiz warnten»: Swissmem-Präsident Hans Hess.
«Ich habe nie zu denen gehört, die vor einer Deindustrialisierung der Schweiz warnten»: Swissmem-Präsident Hans Hess.
Steffen Schmidt, Keystone

Ein halbes Jahr nach Aufhebung der Frankenuntergrenze berichtet Swissmem von Margen- und Umsatzeinbrüchen bei vielen Industriefirmen. Hatten Sie nach dem 15. Januar so heftige Konsequenzen befürchtet?

Unsere Umfrage hat gezeigt, dass viele Firmen heute gleich oder sogar leicht schlechter dastehen, als sie es bei der letzten Umfrage im Februar vermutet hatten. Gleichzeitig standen wir damals unter einem grossen Schock. Wir wussten noch nicht recht, wie wir die Lage einschätzen müssen. Heute sehen wir, wie die Firmen mit der neuen Situation umgehen und was die Konsequenzen der Aufhebung der Frankenuntergrenze sind. Das Bild ist sehr differenziert – einige Firmen stecken tief in der Krise, andere sind weniger betroffen. Ich habe nie zu denen gehört, die vor einer Deindustrialisierung der Schweiz warnten. Ich habe gesagt, dass der Strukturwandel sich beschleunigt, das sehe ich auch heute noch so. Untergehen wird die Schweizer Maschinenindustrie deswegen aber nicht.

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