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Werden Facebook-Anleger entschädigt?

Morgan Stanley prüfe eine Rückzahlung an Investoren, sagen Insider. Zudem kursieren erstmals Angaben über mögliche Verluste, die in Zusammenhang mit dem Facebook-Börsengang gebracht werden.

Die Stimmung gegenüber Facebook könnte derzeit besser sein: Passanten an der New Yorker Börse Nasdaq.
Die Stimmung gegenüber Facebook könnte derzeit besser sein: Passanten an der New Yorker Börse Nasdaq.
Keystone

Nach dem enttäuschenden Facebook-Börsengang vom letzten Freitag wurde die federführende Bank Morgan Stanley scharf kritisiert. Sie soll ihre eigenen gesenkten Umsatzprognosen nur einem kleinen Kreis von Anlegern bekannt gemacht haben. Nun will die Grossbank Facebook-Anleger entschädigen, wie «Spiegel online» schreibt.

So sollen Privatkunden, die beim Verkaufsstart zu viel für ihre Aktien bezahlt haben, eine Kompensation erhalten, zitiert «Spiegel online» Börseninsider. Da Grossinvestoren besser informiert gewesen seien und darum ihre Kaufaufträge frühzeitig storniert hatten, hätten Kleinanleger und weniger gut vernetzte Investoren herbe Verluste hinnehmen müssen.

100 Millionen Dollar Verlust

Weiter wurde bekannt, dass während des Börsengangs eine Computerpanne zu Verlusten in der Höhe von 100 Millionen Dollar geführt haben könnte. Schuld daran seien Softwarefehler der Technologiebörse Nasdaq, schreibt die «Financial Times».

Laut der Zeitung haben die Computerprobleme dazu geführt, dass einige Grossanleger während Stunden nicht in der Lage waren, ihren genauen Aktienbesitz zu berechnen. Als die Zahlen dann erhältlich waren, sollen viele Anleger ihre überzähligen Aktien schnellstmöglich wieder verkauft haben. Die Panne soll mitverantwortlich sein für das Börsendebakel. Die technischen Schwierigkeiten haben nun auch Klagen von enttäuschten Investoren zur Folge.

Wird auch Mark Zuckerberg angehört?

Von offizieller Seite wird nun Aufklärung über den genauen Verlauf des Börsengangs gefordert. Neben Untersuchungen der Börsenaufsicht und amerikanischer Finanzmarktregulierer schaltete sich nun auch der US-Bankenausschuss ein. Dieser debattiert momentan über eine Anhörung von Verantwortlichen des Börsengangs. Dann könnte auch Mark Zuckerberg persönlich vor dem Ausschuss erscheinen müssen. Senator Sherrod Brown, ein Mitglied des Bankenausschusses, sagte: «Es gibt einiges, was wir über diesen Börsengang nicht wissen.»

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