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Wieder mehr Kundengelder für die UBS

Fürs dritte Quartal gehen Experten bei der UBS von einem Vermögens-Verlust in Milliardenhöhe aus. Bis Ende Jahr sollen aber wieder Kundengelder zurückfliessen.

Experten gehen davon aus, dass die Bank bis Ende Jahr wieder an Kundengeldern gewinnen werde: Die UBS.
Experten gehen davon aus, dass die Bank bis Ende Jahr wieder an Kundengeldern gewinnen werde: Die UBS.
Keystone

Bis Ende Jahr dürfte die UBS wieder Kundengelder dazugewinnen. Am 21. und am 26. Oktober legen die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse (CS) ihre Zahlen für das dritte Quartal vor: Nochmals dürfte die UBS Vermögen in Milliardenhöhe verloren haben. Im vierten Quartal kehre dann der Vertrauensbeweis der Kunden zurück, prophezeien Experten.

Eine halbe Milliarde Franken netto sind es gemäss der Prognose von Finanzanalystin Teresa Nielsen von der Bank Vontobel noch, die Kunden der UBS im dritten Quartal von der Bank abgezogen haben. Die Sparte Wealth Management, also die Vermögensverwaltung für reiche Kunden, dürfte nach ihrer Meinung 2 Mrd. Fr. verloren haben.

Nielsen geht wie ihr Kollege Andreas Venditti von der Zürcher Kantonalbank davon aus, dass die Grossbank die Kehrtwende erst im vierten Quartal schafft. Die Expertin schätzt, dass die Bank dann 5,7 Mrd. Fr. an Neugeldern entgegennehmen wird.

Schwächeres Investmentbanking

Beide Analysten haben beobachtet, dass das Geschäft im dritten Quartal schwach gewesen ist, und zwar bei der UBS gleichermassen wie bei der CS: «Speziell für das Investmentbanking war es ein schwieriges Quartal», sagt Venditti. Der Gewinn dürfte deswegen deutlich tiefer ausgefallen sein als im zweiten Quartal.

Zwischen April und Juni hatte die UBS überraschend 2 Mrd. Fr. Gewinn eingefahren, während die CS 1,6 Mrd. Fr. verdient hatte. Für das dritte Quartal rechnen die Experten mit Gewinnen teils deutlich unter einer Milliarde. Zum tieferen Ergebnis dürften auch schwächere Erträge in der Vermögensverwaltung beigetragen haben.

Die Zahlen der grossen amerikanischen Banken, die ihren Quartalsbericht traditionell etwas vor den Schweizer Schwergewichten vorlegen, bestätigen die Einschätzungen: So hat JP Morgan mit dem Investmentbanking im dritten Quartal mit 1,2 Mrd. Dollar ein Drittel weniger verdient als im Vorjahr, weil Firmen und Investoren sich bei Fusionen und Börsengängen zurückhielten.

Blick auf US-Konkurrenten

Zu den neuen Kapitalbestimmungen des Basler Ausschusses (Basel- III) sowie dem Schweizer Zuschlag (Swiss Finish) haben sich die Grossbanken bereits geäussert: Die 19 Prozent Eigenkapital, mit denen sie sich bis 2018 gegen Krisen abhärten sollen, können sie nach eigenem Bekunden aus eigener Kraft zusammentragen.

Eine Kapitalerhöhung sei sowohl bei der UBS als auch der CS nicht nötig, hiess es. Bei der UBS wird dies allerdings auf Kosten der Aktionäre stattfinden, die bis auf weiteres keine Dividende erhalten.

Teresa Nielsen erwartet, dass die Kapitalvorschriften auch an den Quartalspräsentationen ein Thema sein werden: «Eine wichtige Frage wird sein, ob die Banken irgendwelche Anzeichen haben, was ausserhalb der Schweiz vorgeht.» Speziell die Kapitalvorschriften für Konkurrenten in den USA und Grossbritannien dürften UBS und CS interessieren.

SDA/ske

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