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WM-Bier: Ein Fall für die lokale Konkurrenz

Weil der offizielle Fifa-Partner sein Bier importieren muss, wird in den Fanzonen Gerstensaft von der Konkurrenz ausgeschenkt.

Black Label, eines der Biere der Brauerei SABMiller.
Black Label, eines der Biere der Brauerei SABMiller.

Es ist erst sechs Uhr am Samstagabend, doch Happy Masebuko redet schon etwas verschwommen. Der schmächtige Elektriker mit dem pockennarbigen Gesicht und einer braunen Wollmütze auf dem Kopf sitzt neben seiner fülligen Freundin in einem der zwei schmucklosen kleinen Räume der Kneipe Tototo mitten in Südafrikas Mega-Township Soweto – auf dem Tisch vor dem ungleichen Paar steht eine Dreiviertelliterflasche Hansa. «Wenn ich schwer gearbeitet habe, trinke ich Black Label», sagt der 35-Jährige, der wie inzwischen an jedem Wochenende das gelb-grüne T-Shirt der südafrikanischen Nationalmannschaft trägt: «Aber mit meiner Freundin muss es Hansa sein.» Grosse Vielfalt ist auch auf den anderen Tischen des Tototo nicht auszumachen: Ausser Black Label oder Hansa zeigt sich höchstens gelegentlich noch eine Flasche Castle Light – alles Produkte der South African Breweries (SAB). «Budweiser?», wiederholt Happy Masebuko die Frage des Reporters und schaut Hilfe suchend seine Freundin an: Aber auch Joyce hat das Wort noch nie zuvor gehört.

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