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Zentralbanken erhöhen erneut Dollar-Liquidität

Die führenden Notenbanken der Welt, darunter jene der Schweiz, bauen die Versorgung der Banken mit Dollar-Liquidität weiter aus.

Der nochmalige Ausbau der Zufuhr von Dollarliquidität wurde von den Notenbanken der Euroländer, Englands, der Schweiz, Japans und der USA gemeinsam mitgeteilt. Demnach führen die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England künftig Dollar-Auktionen mit Laufzeiten von sieben, 28 und 84 Tagen zu einem fixen Zinssatz und mit voller Zuteilung durch. Die Gelder werden zu einem vor jeder Auktion fixierten Zinssatz zur Verfügung gestellt. Gegenparteien in diesen Operationen können einen beliebigen Betrag gegen Hinterlegung bestimmter Sicherheiten aufnehmen. Die US-Notenbank Fed weitet folglich ihre Swap-Abkommen mit den drei europäischen Notenbanken so aus, dass Dollarliquidität in beliebiger Höhe zur Verfügung gestellt werden kann. Die japanische Notenbank zieht gemäss der Mitteilung ähnliche Massnahmen in Erwägung.

Die bisherigen Dollar-Zufuhren auf den Geldmark waren vom Betrag her jeweils limitiert gewesen, und der Zinssatz wurde bei den Auktionen festgesetzt. Die Zentralbanken begründeten den nochmaligen Ausbau der Liquiditätsspritzen mit dem Bemühen, den Finanzinstituten einen möglichst ungehinderten Zugang zu Liquidität und Finanzierung anzubieten. Die Notenbanken bekräftigten zugleich ihre Bereitschaft, «jede nötige Massnahme zu ergreifen, um genügend Liquidität im kurzfristigen Geldmarkt zur Verfügung zu stellen.» Die Liquiditätsversorgung der Geldmärkte durch die Notenbanken ist nötig, weil die Banken untereinander kein Geld mehr ausleihen.

Vom kommenden Mittwoch an wird die Schweizerische Nationalbank jeweils am Mittwoch eine Repo-Auktion für US-Dollars mit einer Laufzeit von sieben Tagen durchführen. Alle künftigen Auktionen mit Laufzeiten von sieben, 28 und 84 Tagen werden zu festen Zinssätzen mit voller Zuteilung durchgeführt. Diese Massnahmen werden so lange als nötig fortgesetzt, mindestens aber bis zum Januar 2009. Zudem werden Overnight-Dollar-Auktionen je nach Marktentwicklung weitergeführt.

AP/mbr

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