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Zürcher Firma hält an Werk in der Ukraine fest

Der Flaschenhersteller Vetropack hat im vergangenen Jahr währungsbedingt und wegen seines Werks in der Ukraine Rückschläge hinnehmen müssen

Die Absätze in der Ukraine liefen erstaunlich gut: Das Logo der Firma Vetropack in Bülach. (Archivbild)
Die Absätze in der Ukraine liefen erstaunlich gut: Das Logo der Firma Vetropack in Bülach. (Archivbild)

Der Gewinn vom Vetropack schrumpfte im Jahr 2014 um 12,8 Prozent auf 49,2 Millionen Franken. Das Unternehmen mit Sitz in Bülach ZH weist im Jahresbericht einen konsolidierten Bruttoumsatz von 603,7 Millionen Franken aus. Das sind 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Ohne negative Währungseinflüsse wäre der Umsatz hingegen um 4,2 Prozent gestiegen.

Vetropack verkaufte 4,55 Milliarden Stück Verpackungsglas, 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf die Inlandmärkte entfielen davon 56,5 Prozent nach 61,9 Prozent im Vorjahr. Zur Gruppe gehören Tochtergesellschaften in der Schweiz, in Österreich, Tschechien, in der Slowakei, in Kroatien und in der Ukraine.

Weiterhin in der Ukraine aktiv

Zum Werk in der Ukraine schreibt Vetropack im Geschäftsbericht, auf die politische und wirtschaftliche Krise habe die Landestochter Gostomel mit einer leichten Drosselung der Produktion reagiert und Lager abgebaut.

Die Absätze seien in Anbetracht der Umstände aber erstaunlich gut gelaufen, denn immer mehr ukrainische Kunden ersetzten russische Importe durch Produkte lokaler Produzenten. Zudem habe es keine Produktionsunterbrüche wegen Gas- oder Rohstoffausfällen gegeben.

Nach Verbesserungen suchen

Der weitere Verlauf der Krise in der Ukraine bleibe zwar unklar, unabhängig davon erwarte Vetropack von Gostomel weiterhin eine positive Wertschöpfung. Am Werk werde festgehalten. Auf Gruppenebene jedoch werde der tiefe Kurs der lokalen Währung Hrivna das Ergebnis in Franken schwächen.

Zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses erklärte Vetropack, dies habe massive Auswirkungen auf die Rechnung, weil der konsolidierte Frankenumsatz, aber auch die Ertragszahlen zurückgingen. Im Werk in St-Prex VD müsse nun noch intensiver nach Verbesserungen gesucht werden. Denn die ausländischen Mitbewerber hätten über Nacht einen markanten Preisvorteil erhalten.

SDA/rar

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