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US-Broker MF Global meldet Insolvenz an

New York Die Euro-Schuldenkrise hat das US- Brokerhaus MF Global in die Insolvenz getrieben.

Der angeschlagene Finanzkonzern sah nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Kaufinterressenten Interactive Brokers Group keinen anderen Ausweg mehr und beantragte am Montag bei einem Gericht in Manhattan Gläubigerschutz nach «Chapter 11». MF Global hat sich mit Wetten auf europäische Staatsanleihen verhoben. Zudem belasteten den Futures-Broker verstärkt die anhaltend niedrigen Zinsen. Seit Tagen kämpft das Unternehmen, dass sich zuletzt immer stärker auch im Eigenhandel engagiert hatte, ums Überleben. MF Global ist damit das prominenteste Opfer der Euro- Schuldenkrise in den USA. In Europa ist es bislang die belgisch- französische Grossbank Dexia Die schlechten Nachrichten von MF Global reissen seit der verangenen Woche nicht ab. Das vom früheren Goldman-Sachs-Chef Jon Corzine geleitete Unternehmen überraschte mit einem Quartalsverlust, die Bonität wurde von Ratingagenturen auf Ramschniveau herabgestuft, die Aktie brach um zwei Drittel ein. Nun kam noch hinzu, dass der New Yorker Ableger der US-Notenbank Federal Reserve bis auf weiteres alle Geschäfte mit MF Global einstellte. Fieberhaft hatte der Konzern am Wochenende und Montag nach Käufern für verschiedene Geschäftsbereiche gesucht. Zugleich waren Insolvenzberater für den Fall engagiert worden, dass kein Ausweg gefunden wird. Nach «Chapter 11» des US-Insolvenzrechts wird dem Schuldner ein zeitlich begrenzter Schutz vor seinen Gläubigern gewährt, um sich zu sanieren.

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