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Verzögerungen bei neuer Griechenland-Auszahlung Streiks in Griechenland

Brüssel/Athen Die Auszahlung der neuen Kredittranche von acht Milliarden

Euro an Griechenland verzögert sich. Der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte am Montag, die Euro- Finanzminister würden aller Voraussicht nach nicht bei ihrer nächsten Sitzung am 3. Oktober in Luxemburg darüber entscheiden. «Das Datum 3. Oktober ist schwierig einzuhalten», sagte der Sprecher weiter. Vor einem Beschluss müsste erst der Bericht der sogenannten Troika von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) über die Fortschritte Athens bei der Budgetsanierung vorliegen. Bisher sei aber immer noch nicht klar, wann genau die Missionschefs von Kommission, IWF und EZB nach Athen zurückkehrten: «Wir erwarten, dass dies sehr bald sein wird. Die Arbeit geht voran», sagte der Sprecher. Noch beim Finanzministertreffen Mitte des Monats in Breslau (Wroclaw) war angepeilt worden, die neue Acht-Milliarden-Euro- Teilzahlung aus dem alten Hilfsprogramm von 110 Milliarden Euro Anfang Oktober freizugeben. Das Geld wird dringend in Athen gebraucht, um eine Pleite zu verhindern. Der Sprecher sagte, dass die Euro-Finanzminister sehr rasch entscheiden könnten, dazu sei nicht unbedingt ein Treffen nötig. In der Vergangenheit waren die Ressortchefs mehrfach zu Telefonkonferenzen zusammengekommen. In Griechenland gehen die Proteste gegen die Sparmassnahmen der Regierung weiter. Ein Streik im öffentlichen Verkehr hat am Montag Pendler im Grossraum Athen im Berufsverkehr ausgebremst. Die U-Bahn- , Strassenbahn- und Bahnmitarbeiter protestierten mit einem 24- stündigen Ausstand gegen die jüngsten Sparmassnahmen der Regierung.

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