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Vorwürfe gegen Postauto in Frankreich verdichten sich

Dem französischen Tochterunternehmen der Postauto AG droht eine Millionenbusse.

Hat ihren Rücktritt eingereicht: Susanne Ruoff anlässlich der Bilanzmedienkonferenz der Schweizerischen Post AG. (8. März 2018)
Hat ihren Rücktritt eingereicht: Susanne Ruoff anlässlich der Bilanzmedienkonferenz der Schweizerischen Post AG. (8. März 2018)
Peter Schneider, Keystone
Die Konzernchefin ist wegen des Buchungsskandals bei Postauto zurückgetreten.
Die Konzernchefin ist wegen des Buchungsskandals bei Postauto zurückgetreten.
Peter Schneider, Keystone
Die Post musste einräumen, dass ihre Tochtergesellschaft zwischen 2007 und 2015 zu hohe Gewinne im abgeltungsberechtigten Busverkehr erzielt und in andere Geschäftsfelder umgebucht hatte: Ruoff mit Finanzchef Alex Glanzmann (links) und Kommunikationschef Marco Imboden (6. Februar 2016)
Die Post musste einräumen, dass ihre Tochtergesellschaft zwischen 2007 und 2015 zu hohe Gewinne im abgeltungsberechtigten Busverkehr erzielt und in andere Geschäftsfelder umgebucht hatte: Ruoff mit Finanzchef Alex Glanzmann (links) und Kommunikationschef Marco Imboden (6. Februar 2016)
Peter Schneider, Keystone
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Kurz nach Bekanntwerden des Buchungsskandals bei der Postauto AG vermutete das SRF-Magazin «Eco», dass «ein Teil der in der Schweiz illegal erschlichenen Millionen-Gewinne nach Frankreich geflossen» seien. Der Vorwurf der rechtswidrigen Staatssubventionierung erhärtet sich nun weiter.

Gemäss «Blick» flossen 54 Millionen Franken in die Tochtergesellschaft Carpostal France und 17 Millionen nach Liechtenstein. Dies sei das Ergebnis eines Untersuchungsberichts der Kanzlei Kellerhals Carrard, die den Buchungsskandal für die Post unter die Lupe genommen hatten. Bei der Summe handelt sich dabei um Geld aus Gewinnen, die die Postauto AG im subventionierten Geschäftsbereich erzielt und zu hohen Subventionen von Bund und Kantonen bezogen hatte. Wie es in dem Bericht weiter heisst, würden sich die «Geldflüsse von Postauto an das Stammhaus aus dem Abschöpfen von Gewinnen» weitgehend «mit den Geldflüssen nach Frankreich und Liechtenstein» decken. Das sei zwischen 2006 und 2011 der Fall gewesen, nach 2011 habe die Postauto AG ihre Tochterfirma direkt finanziell unterstützt.

Wegen rechtswidriger Staatssubventionierung steht Carpostal bereits vor Gericht. Die Firma wurde zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 11 Millionen Euro verurteilt. Doch sie reichte Beschwerde dagegen ein. Im September wird das neue Urteil erwartet.

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