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Währungsturbulenzen treiben Orell Füssli tiefer in die roten Zahlen

Die Zürcher Industrie- und Buchhandelsgruppe Orell Füssli hat im ersten Semester 2011 wie schon im Vorjahr rote Zahlen geschrieben.

Der Verlust weitete sich aufgrund des starken Frankens von 0,5 Millionen Fr. im vergangenen Jahr auf 4,1 Millionen Fr. im ersten Semester 2011 aus. Der Umsatz verminderte sich um 11,1 Prozent auf 120,3 Millionen Franken. Währungsbereinigt hätte der Umsatz dagegen leicht auf 136,3 Millionen Fr. angezogen, wie Orell Füssli am Donnerstag weiter mitteilte. Der Betriebsverlust (EBIT) betrug 5,9 Millionen Franken. 2010 belief sich der Betriebsverlust auf 2,6 Millionen Franken. Die Verschlechterung des Ergebnisses sei vor allem auf die Schwächen des Dollars und des Euro zurückzuführen, schreibt die in den Bereichen Banknoten- und Sicherheitsdruck, Industriesysteme sowie Buchhandel tätige Gruppe. Wie in den Vorjahren sei der Halbjahresausweis wegen geschäftstypischen Saisoneffekten nicht richtungsweisend. Im Industriegeschäft von Atlantic Zeiser stieg der Umsatz um 4,4 Prozent auf 36,9 Millionen Franken. Atlantic Zeiser habe zudem das Betriebsergebnis weiter verbessert. Produktion der Schweizer Banknoten Der Umsatz im Bereich Sicherheitsdruck verminderte sich um 30 Prozent auf 27,4 Millionen Franken. Im ersten Halbjahr seien im Banknotendruck grösstenteils Auslandaufträge, die unter Margen- und Währungsdruck stünden, ausgeführt worden, heisst es. Die Produktion der neuen Schweizer Banknoten werde erst im Herbst beginnen. Im Buchhandel reduzierte sich der Umsatz um 5,3 Prozent auf 50,5 Millionen Franken. Hier litt Orell Füssli vor allem unter den «vom Umfeld diktierten Preisabsenkungen» aufgrund des tiefen Eurokurses. Im Internet konnte der Umsatz um 9 Prozent und im Geschäft mit Grosskunden um 24 Prozent gesteigert werden. Für das zweite Halbjahr seien die Aussichten trotz des schwierigen Umfelds traditionsgemäss deutlich besser, schreibt Orell Füssli. Entscheidend zum Ergebnisausweis werde der zeitgerechte Start der Produktion der neuen Schweizer Banknoten beitragen. Die Verzögerungen hätten das Ergebnis bisher erheblich belastet. Insgesamt rechnet Orell Füssli für 2011 mit einem Umsatz und Ergebnis in der Grössenordnung des vergangenen Jahres, falls sich der Schweizer Franken «auf einem realistischen Niveau einpendelt», wie das Unternehmen schreibt.

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