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Wirtschafts-Nobelpreis geht an Oliver Hart und Bengt Holmström

Auszeichnung für zwei Vertragstheoretiker: Ein US-Brite und ein Finne erhalten den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Holmström zeigte sich «sehr glücklich und dankbar».

Sie erhalten den Wirtschaftsnobelpreis 2016: Der Finne Bengt Holmström (rechts im Bild) und der US-Brite Oliver Hart.
Sie erhalten den Wirtschaftsnobelpreis 2016: Der Finne Bengt Holmström (rechts im Bild) und der US-Brite Oliver Hart.
Screenshot Nobel Prize
Professor und Preisträger Bengt Holmström lehrt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Das Bild zeigt den gebürtigen Finnen an einem Wirtschafts-Seminar in Helsinki.
Professor und Preisträger Bengt Holmström lehrt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Das Bild zeigt den gebürtigen Finnen an einem Wirtschafts-Seminar in Helsinki.
Jussi Nukari, AFP
Spannung in Stockholm: Journalisten und Fotografen erwarten die Bekanntgabe der Preisträger. (10. Oktober 2016).
Spannung in Stockholm: Journalisten und Fotografen erwarten die Bekanntgabe der Preisträger. (10. Oktober 2016).
Epa/Stina Stjernkvist
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Die Ökonomen Oliver Hart und Bengt Holmström erhalten den renommierten Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Das gab das Preiskomitee heute Mittag in Stockholm bekannt. Der gebürtige Brite Hart lehrt und forscht an der US-Universität Harvard, der Finne Holmström ist Professor am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston.

Beide hätten mit ihren Forschungen einen wichtigen Beitrag zur Erstellung von Verträgen geleistet, die nicht nur unsere Wirtschaft, sondern auch unsere Gesellschaft zusammenhalten, gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm zur Begründung bekannt. Ihre Forschungen seien wertvoll für das Verständnis von Vertragskonstrukten, etwa von Top-Managern, hiess es weiter.

Holmström überrascht über Auszeichnung

Bengt Holmström hat sich «sehr überrascht» über die Auszeichnung gezeigt. «Ich habe das überhaupt nicht erwartet», sagte der Vertragsforscher während der Pressekonferenz nach der Verkündung in Stockholm, der er per Telefon zugeschaltet war. Er sei «sehr glücklich und dankbar» über die Auszeichnung, sagte der gebürtige Finne.

Wofür er das Preisgeld von umgerechnet rund 900'000 Franken verwenden will, das er sich mit dem zweiten Preisträger Oliver Hart teilt, habe er sich noch nicht überlegt. «Das ist das Letzte, worüber ich gerade nachdenke», sagte Holmström.

Nachzügler Wirtschaftspreis

Streng genommen ist der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft gar kein Nobelpreis – jedenfalls geht er nicht auf den letzten Willen von Alfred Nobel (1833-1896) zurück. Der Schwede hatte in seinem Testament nur bestimmt, dass Preise in Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden vergeben werden sollten. Den Wirtschaftspreis stiftete die schwedische Reichsbank in Erinnerung an Nobel nachträglich 1968.

1969 wurde der Preis erstmals verliehen – und zwar an den Norweger Ragnar Frisch und den Niederländer Jan Tinbergen, «für die Entwicklung und Anwendung dynamischer Modelle zur Analyse von ökonomischen Prozessen».

Seitdem sind vor allem Ökonomen aus den USA ausgezeichnet worden – allerdings nicht in den letzten zwei Jahren: 2014 bekam der Franzose Jean Tirole den Preis, 2015 erkannte die Jury ihn dem britisch-amerikanischen Wissenschaftler Angus Deaton zu.

Überreicht wird der Wirtschaftspreis gemeinsam mit den anderen Nobelpreisen am 10. Dezember, Nobels Todestag.

(SDA)

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