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«Das ist die wichtigste Arbeit überhaupt»

Ina Praetorius denkt Ökonomie neu. Die Theologin stellt jenen Sektor ins Zentrum, ohne den alles zusammenbrechen würde: Unbezahlte Hausarbeit.

«Die Care-Ökonomie fordert die Leute auf, sich vorzustellen, wie es wäre, wenn sie kein Geld hätten»: Theologin Ina Praetorius, 62. Foto: Katja Nideroest
«Die Care-Ökonomie fordert die Leute auf, sich vorzustellen, wie es wäre, wenn sie kein Geld hätten»: Theologin Ina Praetorius, 62. Foto: Katja Nideroest

Ina Praetorius denkt die Welt von den Rändern aus. Das heisst, sie richtet ihren Blick auf das gering Geschätzte, das Randständige, und stellt es ins Zentrum ihrer Betrachtungen. Als dringlichstes Beispiel nennt sie die unbezahlte Haus- und Familienarbeit, «die wichtigste Arbeit überhaupt». Denn ohne diese Fürsorge, also ohne Windelwechseln, Einkaufen, Kochen, Putzen und Waschen, betont Ina Praetorius, würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren, hätte kaum jemand als Kind überlebt.

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